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Frank Heise/The-Pit.de, Germany - Homepage
Nun ist es endlich geschehen, Heaven`s Gate entsteigen Ihrem Grab und nennen sich von nun an „Redkey“. 15 Jahre nach dem letzten Output von Heavens Gate namens „ Livin`in Hysteria“ geht es weiter. Thomas Rettke (vocals) und Sascha Paeth (guitar) sorgen dafür, dass es immer wieder Erinnerungsmomente an das tolle Werk gibt. Wenn man auch sagen muss, dass Redkey etwas rauer daherkommen.
Los geht es mit einem stampfenden Maschienengeräuschintro namens „Man `n` Machine“ , bevor Redkey mit „Rage of Fire“ erstmal durchstarten. Harter powervoller Heavy Metal, der durch die gute Stimme von Thomas Rettke durchaus Melodic Metal Akzente beinhaltet.
„Be My Guide“ lautet der dritte Song, welcher sehr ruhig, geradezu wie eine Ballade anfängt. Diese Ruhe dauert aber nicht allzu lange, denn es entwickelt sich ein richtiger Powersong mit der richtigen Mischung aus Mitgröhlorgie, Riffs und schnellen Passagen.
„Gone To Far“ fällt leider etwas ab, da dieser treibende Song nicht so richtig den Weg in meine Hörorgane findet. Wollte man mit dem Song vielleicht deutlicher unterstreichen, dass es sich nicht mehr um Heaven`s Gate handelt? Aber keine Sorge: „Rebellion“ startet danach wieder richtig gut durch. Hier kann sich dann auch Klemens Klarhorst mit seinem Bass schön in den Vordergrund spielen. Der Song macht richtig Spaß auch wenn ich hier zum ersten Mal den Gitarrensound etwas zu dünn finde. Nichtsdestotrotz ein Hymne, welche auch live aus tausenden von Kehlen mitgegröhlt richtig abgehen dürfte! „Peace & War“ kommt etwas schleppender daher, brilliert aber durch die gelungenen Gitarrenduelle zwischen Sascha Paeth und Andrè Borowski, und dem etwas seltsamen ruhigen Mittelpart.
„Easy Way Out“ geht mehr den Weg eines Heavy Rockers. Schon allein der Stimme wegen drängen sich immer wieder Vergleiche mit Judas Priest auf. „Obsession“ gefällt mir persönlich wieder etwas weniger, da es zu wenig Adrenalin versprüht. Daniel Eichholz Drumsound passt sich lückenlos in den Sound ein. “Metal Head“ stampft auch recht eingängig durch die Boxen und lebt wieder einmal hauptsächlich von Thomas Rettke`s Stimme.
Der zehnte Song hört auf den Namen „Respectable“. Gefällt mir nicht so, denn irgendwie hört sich der Song für mich eher so an, als wenn man einen Popsong auf Metal getrimmt hat.
Als Abschluß gibt`s ein Coverversion vom Angel- Klassiker „The Fortune“. Irgendwie denkt man nach 1:30 Minute, dass es sich hier um ein Keyboardinstrumental handelt, aber weit gefehlt, nach 3:09 Mintuen geht es dann richtig zur Sache. Vielleicht wäre es atmosphärisch besser gewesen, den Song mit diesem langen ruhigen Intro etwas weiter nach vorne auf die CD zu setzen. Nachdem der Song dann bei 4:45 Minuten richtig loslegt, wandern die Mundwinkel auch schnell in die Höhe. Das habt Ihr richtig gut gemacht, Männers.

Fazit: Ein wirklich gutes Power Metal Album, welches aber nicht ganz an „Livin` in Hysteria“ heranreicht. Trotzdem: die Zeitreise ins 21. Jahrhundert hat gut geklappt, aber die nächste Scheibe darf nicht wieder so lange dauern. Ich bin jetzt schon gespannt, in welche Richtung sich Redkey weiterentwickeln werden.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten



Idioglossia.de, Germany - Homepage
Cool, Thomas Rettke ist zurück! Schon bei STEELTOWER konnte mich die Stimme des Wolfsburgers begeistern, mit dem ersten Album „In Control“ wurde ich dann zum eingefleischten HEAVENS GATE-Fan. Nach jahrelanger Erfolglosigkeit im Heimatland (in Japan wurde die Band stets abgefeiert) wurde es nach dem Album „Menergy“ Ende der 90´er still um die Band; lediglich Gitarrist und Hauptsongschreiber Sascha Paeth konnte seine Popularität als erfolgreicher Produzent (u. a. für EDGUY, KAMELOT, RHAPSODY, RUNNNING WILD) immer weiter steigern. Der Mann mit der umfangreichen und markanten Stimme hingegen war für seine Qualitäten zuletzt mehr als unterpräsent und tauchte meist nur als Gastsänger bei den Produzentenjobs von Sascha Paeth auf. Erst durch seine Beteiligung am AINA-Projekt vor drei Jahren trat er kurzfristig wieder etwas weiter ins Rampenlicht.

Nun konnte der Sänger seinen ehemaligen Partner also von der gemeinsamen Umsetzung neuer Songideen überzeugen (klar, dass Sascha Paeth das Album auch produziert hat), und zusammen gelingt es den beiden ehemaligen HEAVENS GATE-Köpfen, an alte Qualitäten anzuknöpfen – und mehr. Unter neuem, wohl an Urheber Rettke angelehnten Bandnamen und mit neuer Hintermannschaft präsentiert man sich härter und wuchtiger den je. Die beim Vorläufer zuletzt teilweise experimentellen, verspielten Klänge sind einer geradlinigen Entschlossenheit gewichen, alle Zweifler der Vergangenheit endlich von der eigenen Klasse zu überzeugen.

So ist „Rage Of Fire“ ein Paradebeispiel dafür geworden, wie man mit traditionsbewusstem, bodenständigem Metal perfekt den Sprung in die Moderne schafft. Dass der augenzwinkernde, humorige Anteil, der auf den meisten Alben der Vorgängerband zu finden war, dabei auf der Strecke geblieben ist, nimmt man für den neuen, erdigen Kurs gerne in Kauf.

Neben den zutreffenden Spartenhinweisen NWOBHM und vor allem Power Metal erwähnt die Plattenfirma wiederholt den Namen JUDAS PRIEST – und dies völlig zurecht. Nicht nur wegen der in den hohen Lagen ähnlichen Stimme, auch die riffbetonten Songstrukturen versetzen den Hörer bei Songs wie dem Faust ballenden „Easy Way Out“, „Gone To Far“ (mit „Painkiller“-Anleihen), „Rebellion“ und auch dem rasanten Titelsong auf eigenständige Weise in die Hochphase der britischen Götter. Und wenn es auch viele nicht merken werden: Das durchwachsene Reunion-Album der Priester stinkt hinsichtlich Heavyness und Spielfreude im direkten Vergleich zu diesen Songs ganz klar ab.

Zur perfekten Ergänzung wird der REDKEY-Sound dann noch durch eine stets präsente, wuchtige US-Metal-Schlagseite durchzogen. So entwickelt sich der Siebenminüter „Be My Guide“ nach verhaltenem Beginn zu einer Midtempo-Hymne im besten VIVIOUS RUMORS und METAL CHURCH-Stil, und das fast wütende „Peace & War“ überrascht mit Reminiszenzen an alte SAVATAGE.

Über allem thront die kraftvoll variable Stimme eines Ausnahmesängers, dessen Wiedererkennungswert hierzulande immer noch von Seltenheit ist. Gleichzeitig ist er Garant dafür, dass auch die Fans der leichtfüßigeren HEAVENS GATE-Vergangenheit hier voll auf ihre Kosten kommen.

Als Sahnehäubchen für jeden Melodik-Freak kommt es nach einem (etwas zu langem) Keyboardintro in der Coverversion des ANGEL-Klassikers „The Fortune“ noch zum abschließenden Gesangsduett mit EDGUY-Frontmann Tobias Sammet. Sowohl Liebhaber gefühlvoller Halbballaden, als auch ausdrucksstarker Gesangsarbeit dürfen sich hier noch mal genüsslich die Finger lecken.

FAZIT: „Rage Of Fire“ bietet melodischen Bangerstoff vom Feinsten, der auf der Bühne abgehen wird, da bin ich sicher. Die Scheibe knallt schon mal von Anfang bis Ende und ist ganz klar eine der Top-Scorer des Jahres.
Für jeden Fan ursprünglichen Heavy Metals (und durchaus auch diverser artverwandter Ableger) dürften REDKEY die Vollbedienung bedeuten - HEAVENS GATE-Anhänger sind zum Kauf verpflichtet.



FFM-Rock.de, Germany - Homepage
Power Metal mit amerikanischem Einschlag und eingängigen Melodiebögen, die gänzlich unverkitscht mit kraftvollen Vocals die Trommelfelle malträtieren und die NWOBHM in der Wiege liegen hatte ... so würde ich Rage Of Fire beschreiben, wenn ich nur eine Zeile zur Verfügung hätte. Dies würde diesem Hammeralbum allerdings in keinster Weise gerecht werden, denn was Redkey hier aus dem Ärmel schütteln, steht erfolgreichen internationalen Acts in nichts nach. Ich möchte Redkey durchaus in die Vicious Rumors Schublade stecken, was allerdings heißen würde, sämtliche anderen vernehmbaren Einflüsse zu vernachlässigen, die eindeutig Anleihen bei den altgedienten Herren von Judas Priest erkennen lassen, jedoch wesentlich moderner daher kommen und stellenweise durchaus auf Halfords Crucible zum Einsatz hätten kommen können. Auch Accept scheinen Redkey nicht ganz unbekannt zu sein, was bei Respectable eindeutig im Refrain zu hören ist.

Abwechslungsreich ist das Album geworden ... entweder holt man sich den Strick aus dem Keller, um sich im nächsten Moment am obersten Balken des Dachstuhls aufzuhängen ... so düster mutet zuweilen die Atmosphäre an ... um im nächsten Moment selbigen durch erbarmungsloses Bangen zum Durchbrechen zu bringen.

Dabei ist trotz der beschriebenen Parallelen zu den oben genannten bekannten Acts keinerlei Kopierfunktion erkennbar, d.h. Redkey beherrschen die Gratwanderung zwischen Eigenständigkeit und der Vermischung unterschiedlicher Stiles perfekt.
Das wundert nicht sonderlich, wenn man sich die Vorgeschichte von Redkey zu Gemüte führt, sind doch hier ausschließlich Spitzenmusiker am Werk, die mit Sänger Thomas Rettke und Gitarrist Sascha Paeth bei Heaven´s Gate Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger beachtliche Erfolge erzielen konnten ... ohne die zahlreichen Aktivitäten im Hintergrund (Paeth produzierte u.a. Edguy, Running Wild, Rhapsody und Kamelot, während Rettke als Gastsänger bei Rhapsody, Edguy, Kamelot, Victory und Mob Rules tätig war). Mit Andrè Barowski, dem ehemaligen Gitarristen von Steeltower (Vorgängerband von Heaven´s Gate), Schlagzeuger Daniel Eichholz, der ein abgeschlossenes Studium im klassischen Schlagzeug vorweisen kann und Bassist Klemens Klarhorst wird die Band komplettiert.
Anders wäre es auch kaum möglich gewesen, eine solche Granate abzuliefern.
Erwähnenswert wäre noch, dass Tobias Sammet die Band bei The Fortune stimmgewaltig unterstützt.


Mein Fazit lautet deshalb: Eindeutig ein absolutes Highlight des Power Metal Genres, das vor Kraft nur so strotzt! Geil!

Line Up:
Thomas Rettke - Lead & Backing Vocals
Sascha Paeth - Guitars
Andrè Borawski - Guitars
Klemens Klarhorst - Bass
Daniel Eichholz - Drums






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