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Tobi, DEUTSCHLAND - Homepage
Feine Mucke,sonst nix.



adl, Österrreich - Homepage
Die zum mittlerweile Duo geschrumpften Blackies aus deutschen Landen (Trommler und „The Bloody Path Of God“ Produzent Necrodemon - a.k.a. Alexander Koch - wird der Band in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen) bringen ihr mittlerweile schon siebentes Album auf den Markt. Stilistisch bewegt man sich in Black Metallischen Gefilden, wobei hier der raue, vom Thrash Metal beeinflusste Weg gegangen wird, auf übermäßiges Übertreten der Geschwindigkeit wird nicht unbedingt sonderlich Wert gelegt, im Gegenteil oft sind es atmosphärische Keyboards (im Titelsong), eingängige, oft auch eher langsame Gitarrenparts („Nine Plagues Of Egypt“), akustisch anmutende, bedrohliche „Intros“ („The Grim Reaper „) oder einfach Brutalo Stakkato-Riffs die da aus den Boxen ballern. Völlig von der Rolle allerdings „Unholy Terror“ ein Black Metal Gemetzel vor dem Herren, das noch am ehesten „back to the roots“ der Mannen um Sänger und Bassman Beelzebub marschiert. Als Bonusschmankerl setzt man mit der modern interpretierten Version des CELTIC FROST Übersongs „Circle Of The Tyrants“ einen adäquaten Schlusspunkt hinter eine vollends zufrieden stellende Darbietung.

Da auch die Produktion (erstmals in der Bandgeschichte) so richtig überzeugen kann, sollten Freunde von kompetent umgesetzten Thrash/Deathpassagen, welche in abgrundtief schöne Black Metal Kreischorgien, sowie Spannungsaufbauende, oft auch symphonische Parts münden doch das ein oder andere Ohr riskieren.

- reini



pandaimonix, germany - Homepage
Interpret: Mystic Circle
Titel: The bloody path of god
Erscheinungsjahr: 2006
Label/Vertrieb: Dockyard 1
Links: www.mystic-circle.de
Reviewer: Christian Nitschke
Bewertung: 8,5 von 10





Die bösen Buben Mystic Circle hauen mit The bloody path of god bereits ihre siebte Verkündung der Ankunft des Gehörnten unters Volk. Das rührige Trio um Frontmann / Basser Beelzebub (im Pantheon bescheuerter Pseudonyme wohl auf ewig unter den Top 3 vertreten) lärmt bereits seit 1992 in der Gegend herum und darf sich wohl als eine der dienstältesten Black Metal-Combos Deutschlands schimpfen.
Alez hopp! Mit bösen Vorahnungen den Silberling in den Player gesteckt und mal hören, was Mystic Circle zusammengezimmert haben - und das ist zu meiner Überraschung nicht von schlechten Eltern! Nach kurzem (natürlich blasphemischem) Intro geht es mit dem Titelstück gleich mal in die vollen: brutaler Death- / Thrashmetal mit deutlichem achziger-Einschlag hämmert aus den Boxen. Schön eingängig und riffbetont mit effektiver Keyboarduntermalung, einer knalligen Produktion und (für Black Metal Verhältnisse) recht tiefem, deathigem Gegeifer. Zur Abrundung gibt es noch diverse schöne Gitarrenleads zur Auflockerung. Doomsday prophecy schliesst sich nahtlos an, ist noch abwechslungsreicher, vor allem der langsame Mittelteil gefällt mir sehr gut, passend auch der dämonische Sprechgesang. In dem Stil prügeln sich Mystic Circle durch die Pampa und dürften bei jedem Anhänger brutalem Death- / Thrashmetal auf offenen Ohren stossen. Einzig die ursprüngliche Zielgruppe der Black Metaller könnte Probleme mit The bloody path of god bekommen, da die typischen BM-Trademarks, Bassarmut, der typische klirrende Gitarrensound und die obligatorischen hohen Black Metal-Vocals halt eben nicht vorhanden sind. Am ehesten dürften Mystic Circle mit dem brachialen Unholy terror dieser Klientel entsprechen.

Als Schmankerl gibt es zum Abschluss noch eine brauchbare Coverversion des Uraltklassikers Circle of the tyrants von Celtic Frost, scheinbar ist das so eine Art Pflichtübung für Bands des Death- / Black Metal-Genres. Bei Gott (ups, sorry) ein wirklich toller Song, aber totgecovert bis zum Gehtnichtmehr! Liebe Bands, Celtic Frost haben mehr, als EINEN Song geschrieben, wann covert mal wer Necromantical screams oder Procreation oder ... ???

Bleibt abschliessend zu sagen: ein sehr gutes, unterhaltsames Extremmetalalbum, dem ich gerne 8,5 Punkte verpasse, die haben sich Mystic Circle dicke verdient



powermetal, germany - Homepage
Zum siebten Mal fordert der Beelzebub den Christengott zum Duell heraus - auch wenn nicht immer alle Satansjünger folgen wollten. Hatten MYSTIC CIRCLE doch in der deutschen Black-Metal-Szene vor einigen Jahren einen Ruf wie international vergleichsweise DIMMU BORGIR. Also: Nicht true genug und zu kommerziell für die ganz Harten. (Spezielle Kandidaten sollen hier namentlich außen vor bleiben.) So kann ich mich auch noch gut erinnern, wie MYSTIC CIRCLE 2001 beim No Mercy mit MARDUK und HYPOCRISY gnadenlos niedergepfiffen wurden. Doch dass Frontmann Beelzebub und die seinigen auch ordentlich knüppeln können, bewiesen sie seit dem öfter. Und so dürften Unkrufer von damals auch über den neuesten Output The Bloody Path Of God erstaunt sein.

Nach einem zugegeben noch etwas kitschigen Intro, das auch von CRADLEs Damnation And A Day stammen könnte, kracht der Titelsong absolut heftig aus den Boxen, mit viel Getrümmer, gut gezielten Pausen und Beelzebubs Legion-ähnlichem Gekeife. Nur kurz erklingen süßliche Keyboards, dann gehts schon weiter im Takt. Doomsday Prophecy lässt es nach einem ruhigen Anfang genauso wie das folgende Nine Pleagues Of Egypt etwas grooviger angehen. Und gerade hierin liegt MYSTIC CIRCLEs recht eigener Stil. Wobei aber doch eher melodischere Nummern wie Riders Of The Apocalypse oder Hellborn munden: SLAYER-artige Riffs treffen auf Doublebass, Beelzebub wechselt zwischen Growls und Gekeife, ehe Halloween-ähnliche Keyboards ertönen. Die Tastenklänge werden aber eher gezielt eingesetzt, unterstreichen meist die düstere Stimmung und übernehmen nur selten die Oberhand. Obwohl ebenfalls mit ruhigeren Tönen versehen, dröhnen auch Church Of Sacrifice und Unholy Terror mit einer ziemlichen Power aus dem Verstärker. Und auch wenn die tiefere Stimme zwischendurch Szenepuristen mit Grausen an DIMMU BORGIR erinnern wird, dürfte sie der fast nach NAGLFAR klingende Refrain von Unholy Terror entschädigen. Zum Abschluss gibts dann auch noch ein CELTIC FROST-Cover. An den Reglern saß übrigens Ex-Drummer Necrodemon aka Alex Koch, der auch ein letztes Mal hinter der Schießbude Platz nahm und einen recht guten Sound zusammen dübelte.

Ein Meilenstein des Black-Metal-Genres haben MYSTIC CIRCLE vielleicht nicht gerade kreiert. Dennoch hat The Bloody Path Of God durchaus seinen Reiz. Einige Nummern kommen schon mit recht geilen Riffs und einer gehörigen Portion Energie daher. Und die gezielten melodischen Pausen dürften Düsterheimern bei weitem nicht so aufstoßen wie bei manch anderem kommerzielleren Szenevertreter. Da kann man auch über die recht klischeehaften Songtitel hinwegsehen. Und MYSTIC CIRCLE heut noch als kommerziell zu bezeichnen wäre fast Satanslästerung.

Anspieltipps: The Bloody Path Of God, Hellborn, Unholy Terror


Carsten Praeg [02.03.2006]



Mario, Germany - Homepage
Mystic Circle - The Bloody Path Of God

(Dockyard 1)

1. Psalm Of The End (Intro) (00:45)
Some sounds, a few spoken words, nothing more.

2. The Bloody Path Of God (03:02)
Begins very fast with a nice riff and double bass. The riffs change often, while Beelzebubs voice sounds damn good, his shouting isnt so bad. The choirs in the background remind me of Rammsteins Mein Teil. The Bloody Path Of God is a good headbanger with some melodical parts in the middle.

3. Doomsday Prophecy (04:07)
The Prophecy starts slow with a nice melody and and a riff gets louder and louder, until a mid-tempo song starts. Has a slow middle-part, but isnt too good, in my opinion.

4. Nine Plagues Of Egypt (03:54)
This one starts hard and fast, it has a big thrash influence. The tempo changes and sometimes the riffs get combined with some slow keyboard melodies. The refrain isnt so bad. Also, theres a nice solo in this one. Good song!

5. The Grim Reaper (05:12)
Keyboards start this song, and after one and a half minute, a nice riff starts a good song. It gets faster and faster, I really like it!

6. Riders Of The Apocalypse (03:54)
The riff could be from a grindcore band, while Necrodemon drums damn fast. Nice licks and breaks combine with the two vocals. Another solo and a short slow part make this song my personal highlight!

7. Hellborn (04:05)
This one starts pretty brutal with hard drumming. Beelzebubs voice sounds good on this one. The refrain is pretty good. Another slow middle-part with keyboards and all that stuff lead you into a very good end.

8. Church Of Sacrifice (03:32)
Church Of Sacrifice begins slow with some guitar melodies, a keyboard and slow drumming. That changes after a half minute. Very good drumming and riffing let this song sound very modern, it grooves damn good! Contains some spoken words and stuff like this, is a good one!

9. The Forgotten (04:02)
Melody and brutality unite on this one. The riffs and breaks are very hard, but the middle-part is so damn melodic and slow that it sounds too good to be true. At the last minute, Mystic Circle do have a short comeback. Damn good.

10. Unholy Terror (03:11)
begins like a typical old school Black Metal song: Fast and brutal. A nice riff is combined with some spoken words, until Beelzebub is taking over control. I like the double bass- and snare-sound. This song wont get as fast as in the beginning during the few minutes.

12. Memento Mori (Outro) (01:07)
An acoustic guitar, nothing more. But sounds good.

13. Circle Of The Tyrants (04:55)
A nice and hard cover version of this Celtic Frost classic one. A perfect end for the record.

Result:
I think that the band never sounded as innovating as on this one. They mix Black Metal with Death and Thrash, some keyboards and some spoken words and create on of the Black Metal highlights of 2006!
The production (by Necrodemon aka Alex Koch) sounds powerful and damn good. They never sounded that perfect before.

4 of 5 stars (www.tonguesofdestruction.com)



Metal News, Germany - Homepage
Mystic Circle-Fans haben’s nicht leicht. Auf jedem Album ihrer Faves erfinden sich diese komplett neu. Und das ist bei sieben Alben im Extrem-Metal auf jeden Fall ein Kunststück, das Schwindelgefühle auslösen kann. Hatte man auf „The Great Beast“ (2001) noch den Midtempo-Groove gefunden, die Keyboards bis zur Grenze der Erträglichkeit eingesetzt und das Schwarzwurzel-Gekeife durch tiefe Growls ersetzt, so versuchte man ein Jahr später mit „Damien“ wieder ohne Tastenmann aber dafür mit Bleifuß in Richtung Marduk & Konsorten zu bügeln. „Open The Gates Of Hell“ (2003) war dann etwas deathiger, produktionsmäßig aber ultra-puristisch.

Auf dem neuen Opus „The Bloody Path Of God“ gibt’s nun wieder einige neue Komponenten im Sound der drei Herren aus Worms zu bestaunen. Da wäre zunächst über den Thrash-Anteil in der Musik zu reden. Dieser ist deutlich gestiegen, macht aber einen relativ cleveren Bogen um altbackene Sounds und orientiert sich vom Riffing her zumeist eher an Bands aus der Hatesphere-Richtung. Parallel dazu darf das Keyboard nun doch wieder einige Felder bepflanzen, wirkt aber nicht so aufdringlich wie so manches Mal in früheren Tagen. Gekrönt wird das Ganze durch ein paar Breakdowns, die gut ins neue Soundgewand passen, jedoch wieder Futter für die Läster-Fraktion sind, die der Band seit ihren Gründungstagen Anbiederei vorwerfen. Aber die werden sich die Scheibe eh nicht anhören und dennoch spotten – Schwamm drüber.

Die Songs sind im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben sehr viel ausgeklügelter, unvorhersehbarer und schlicht besser. Das liegt einerseits an der Abwechslung. Geschwindigkeiten und Stile werden geschickt gekreuzt und immer wieder variiert. Andererseits ist die Hitdichte auf dem neuen Album einfach höher als auf besagten Scheiben. Mit dem thrashigen Titelsong, dem dramatischen „Nine Plagues Of Egypt“, dem hymnischen „Church Of Sacrifice“ und der Black Metal – Raserei “Unholy Terror” sind gleich vier Songs auf der Scheibe, die das Zeug zu Bandklassikern haben. Aber auch der Rest ist weit davon entfernt, Füllmaterial zu sein, lediglich die Coverversion von „Circle Of The Tyrants“ (Celtic Frost) hat mir als Live-Version auf der „Kriegsgötter II“-EP aufgrund eines höheren Aggressionslevels mehr zugesagt.
Außerdem positiv: Man hat sich von einem kompetenten Menschen Hilfe bei den – immer noch durchweg satanischen - Lyrics geholt, sodass Beelzebub dem Hörer inzwischen in halbwegs fehlerfreiem Englisch die Lauscher blasphemisiert.

Die Produktion ist der Knackpunkt an „Bloody Path Of God“. Drückt die Klampfe von Gitarrensau Ezpharess dieses Mal ohne Ende und zeigt, was der gute Mann so alles an Facetten in seinem Spiel hat, so ist der Drumsound meiner Meinung nach erneut etwas zu klinisch bzw. dünn.

Trotzdem ist das neue Mystic Circle-Album ein verdammt starkes Stück Extrem-Metal geworden, das die Aktien der Band wieder klettern lassen sollte. Wer sowohl Death, Black als auch Thrash Metal etwas abgewinnen kann, findet hier eine wunderbare Symbiose, die garantiert nicht so schnell langweilig wird.

Mattaru



Orkus, Germany - Homepage
Mystic Circle
The Bloody Path Of God
CD (Dockyard 1/Soulfood)

Nachdem sich die derzeit auf das Gründungsduo Beelzebub und Ezpharess reduzierten Mystic Circle auf ihrer letzten Scheibe überwiegend handelsüblichem Thrash Metal hingaben und damit eher durchschnittliche Resultate erzielten, haben die seit 1992 aktiven Süddeutschen auf ihrem siebten Werk The Bloody Path Of God die Vielseitigkeit des extremen Metal entdeckt. Konsequent lassen Mystic Circle all ihre Karriereschritte Revue passieren und formen daraus ein ungemein abwechslungsreiches und überzeugendes Metal-Gebräu, wie man es von den Teufelsjüngern selten vernommen hat. Natürlich hat man auch die Thrash-Phase nicht völlig ausgeklammert, jedoch legt The Bloody Path Of God das Augenmerk viel mehr auf schweren Death Metal und überraschenderweise auch wieder auf teils melodischen, teils rasenden Black Metal. Die Keyboards haben Beelzebub und Ezpharess ebenfalls entstaubt, allerdings dienen die Tasten im Gegensatz zu früheren Klimperorgien lediglich zur akzentuierenden Untermalung der schweren Death/Black Metal-Stücke, die auf The Bloody Path Of God um einiges ausgereifter und vor allem besser produziert klingen als auf irgendeinem anderen Album des unheiligen Duos. Ein wahrlich gelungenes Metal-Werk, zu welchem auch die hübsch räudige Cover-Version des Celtic Frost-Klassikers Circle Of The Tyrants ihr Scherflein beiträgt. (8)

Björn Springorum



heavy hardes, germany - Homepage
Noch immer verspüre ich den Drang laut zu lachen, wenn ich mich an die Diskussion über truen und untruen Black Metal erinnere, die ich vor Kurzem mit einem der echten Szenekenner führen musste/konnte/durfte. Wäre mir nicht damals schon bewusst gewesen wie engstirnig manche Menschen die Welt sehen, wäre dieses Gespräch nicht halb so amüsant gewesen. Warum ich jetzt gerade darauf komme? Nun, weil eines der Themen eine deutsche Black Metal Band namens Mystic Circle gewesen ist. Eine Band, die seit jeher mit Anfeindungen aus der Szene zu kämpfen hat, sich aber dennoch als Institution in diesem Genre behaupten konnte.
Nach einer Best-Of Kompilation veröffentlichen die Wormser nun ihr mittlerweile siebtes Studioalbum. Und es ist wieder einmal an der Zeit, dass dem wahren Schwarzmetaller ob der vorhandenen Klänge die Halsschlagader anschwellen und die Zornesröte ins Gesicht steigen wird.

Der Grund dafür wird bereits nach wenigen Minuten ersichtlich, denn die Band setzt wieder vermehrt auf den ach so verpönten Keyboardsound und schafft so einen atmosphärischen Unterbau für die zehn Songs (plus Intro und Instrumental) des Albums. Diese sind stilistisch gesehen mittlerweile etwas stärker am Death als am Black Metal angelehnt, geizen aber auch nicht mit einer gehörigen Thrashschlagseite und werden mit den eigenen Trademarks gut abgeschmeckt. Generell lässt sich sagen, dass das gesamte Album einen bedächtigen Schritt zurück zu den Wurzeln von Mystic Circle darstellt: die Songs sind rauer, dunkler und bombastischer - teilweise auch ein wenig kitschiger - als auf den jüngeren Vorgängeralben. Trashiges Power-Riffing wechselt sich mit typisch schwarzmetallisch klirrenden Riffs ab, satte Breaks leiten halbakustische Zwischenspiele ein.
Auch Frontmann Beelzebub kreischt wieder mehr als er growlt, was vor allem in den ruhigeren Passagen richtig gut ins Gehör läuft. Und während der wahre Blackmetaller noch nach den richtigen Verwünschungen für dieses Machwerk sucht, verbindet sich all dies zu einem homogenen und richtig fett bollernden Gesamtbild. Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt der extrem griffige Sound, der dem Album im Endmix verpasst wurde.

Unterm Strich erweist sich The Bloody Path Of God als ein sehr eingängiges (wenn auch nicht einfaches) und mitreißendes Album, welches eine Band zeigt, die sowohl beim Songwriting als auch bei den Arrangements ihre Hausaufgaben gemacht und sich erkennbar weiter entwickelt hat. Antesten!

JR



Ancient Spirit, - Homepage
In den letzten Jahren haben MYSTIC CIRCLE etwas an Boden verloren. Allerdings frage ich mich weshalb, denn ‚Open The Gates Of Hell’ war meiner Ansicht nach das bislang beste Werk der Rheinhessen. Vielleicht lag es an den fehlenden Keyboards oder den vermehrten Death Metal Einflüssen? Jedenfalls klingen MYSTIC CIRCLE auf ihrem neuen Longplayer wieder etwas rauher, erdiger und schwärzer. Beelzebub kreischt wieder, was das Zeug hält, die orchestralen Keyboards sind gezielt zurück im Sound und auch bei der Produktion wurde mehr Wert auf eine entsprechende Höhenlastigkeit gelegt. Die Qualität der Songs hat unter der dezenten Kurskorrektur nicht gelitten. Das Trio ist nach wie vor in der Lage, eingängige Nummern zu schreiben, die sich nicht so schnell abnutzen und mit guten Riffs und Ideen aufwarten. Hier macht sich das jahrlange Zusammenspiel von Beelzebub und Ezpharess bemerkbar, die sich gekonnt die Bälle zuspielen. Die Death- und Thrash Einflüsse sind nicht ganz verschwunden, so dass Liebhabern jeglicher extremer Musik ein Hörtest empfohlen wird.

Andreas, 9 Punkte



Im Prinzip hat Kollege Andreas schon alles zum neuen Album The bloody Path of God gesagt. Meiner Meinung stimmt aber der Vergleich nicht, dass man wieder zurück zu den Black Metal gefunden hat. Vielmehr ist die neue Scheibe noch thrashiger und zugleich auch aufgrund einiger Stakkato Gitarren brachialer geworden. Lediglich die Stücke Riders of the Apocalypse und Unholy Terror kann man vo eindeutigen Schwarz Wurzel Anteilen reden. Zudem hat man sich wieder vermehrt auf die Keyboards konzentriert, was sich vor allem bei The Forgotten. Nicht unerwähnt sollte der Übersong Hellborn bleiben, ein absoluter Anspieltipp! Mit The bloody Path of God haben MYSTIC CIRCLE auf alle Fälle ihr bis dato bestes und reifstes Album abgeliefert!

SasH, 10 Punkte



My Revelations, Germany - Homepage
MYSTIC CIRCLE gelingt es auf ihrem aktuellen siebten Album, (nicht komplett klischeefreien) Black Metal mit zuweilen technischem, abgehacktem Death/Thrash-Riffing zu einem überzeugenden, da brachial und brutal in Szene gesetzten Horrorkino zu kombinieren. Der titelgebende Eröffnungstrack ist beispielsweise mit seinen erbarmungslos nach vorne peitschenden Drums einwandfrei gelungen. Ähnliches gilt für The Grim Reaper oder auch das fiese Riff-Gesäge Nine Plagues Of Egypt. Immer wieder sorgen effektive Keyboard-Arrangements für den nötigen Grusel und mehr Tiefe, etwa bei The Forgotten. Hin und wieder schleicht sich zwar der Schatten der Beliebigkeit ein, welcher aber doch immer wieder von gelungenen Details vertrieben und auf Distanz gehalten werden kann. Somit lässt sich wohl mit gutem Gewissen behaupten, dass das Album nicht von schlechten Eltern ist; für Liebhaber des atmosphärischen, die Genregrenzen erweiternden Black Metals ist natürlich Testpflicht angesagt.
Note: 2 Verfasser: Daniel Ableev



schwarzmetal, - Homepage
Mystic Circle sind mit ihrem siebten Studioalbum zurück. Das Album habe ich mir eigentlich nur des Covers wegen zum Kritisieren ausgesucht, das sieht nämlich echt geil aus. Etwas Neugierde war allerdings auch dabei. Immerhin wollte ich wissen, ob es immer noch stetig bergab geht mit der Band. Damien war ja schon nicht mehr mein Fall, für Death Metaller aber möglicherweise dafür umso interessanter. Das letzte Album, Open the Gates of Hell, war aber soundtechnisch und musikalisch ein totaler Griff ins Klo. Dazu kam, dass zu Damien´s Zeiten ein Schlagzeuger dazukam, der in Sachen Gepose sogar seinen Bandkollegen weit voraus war. Das ganze Schlagstock mit gestrecktem Arm ganz nach oben und wieder runtersausen lassen, weil ich ja so ein toller Hengst bin Getue brachte mich damals fast zum Kotzen. Aber immerhin konnte er damals spielen und kann es scheinbar auch heute noch. Zwar ist er letztes Jahr aus der Band ausgestiegen, was einige Konzertabsagen zur Folge hatte, aber nachdem man das neue Album von ihm produzieren liess, setzte er sich auch wieder auf den Drumhocker. So viel zur Geschichtsstunde.

Musikalisch bewegt sich die Band wieder etwas mehr auf seine Wurzeln zu. Es sind zwar immer noch haufenweise Death Metal Spuren zu hören, aber der Black Metal hält wieder Einzug, und das mit jedem Lied mehr. So bemerkt man anfangs erst mal, dass der beschissen dumpfe Sound von Open the Gates of Hell verschwunden ist und Beelzebub wieder etwas mehr kreischt als growlt, die Instrumente werken aber immer noch im Death Bereich. Fette, gehackte Gitarrenriffs und kurz angespielte hohe Töne prägen die ersten vier Songs, welche auf das Intro folgen.

Mit Riders of the apocalypse kehrt dann aber die Wende ein. Man lässt die Gitarren wieder etwas mehr klingen und spielt allgemein wieder etwas melodiösere Stücke. Vor allem die Leadgitarre von Hellborn frisst sich schnell im Gehirn fest. Das Lied würde ich auch als Anspieltip empfehlen, denn zu der geilen Leadgitarre gesellt sich noch ein Akustikpart in der Mitte, der dem Ganzen eine sehr dichte Atmosphäre verleiht. Man sollte sich darauf folgend gleich Church of sacrifice anhören, denn der Song gehört irgendwie dazu. Sehr ähnliche Leadgitarrre, sehr ähnliche Akustikgitarre und auch wirklich geil.

Diese meiner Meinung nach sehr gelungene Scheibe rundet noch die Coverversion von Celtic Frost´s Circle of tyrants ab. Die war zwar auf der Kriegsgötter II schon zu hören, damals präsentierte sich das Stück aber in einem extrem schlechten Sound, was jetzt nicht mehr der Fall ist. Bei der Tracklist hat sich irgendwie ein Fehler eingeschlichen. Auf der Homepage steht das Intro für The grim reaper noch extra, was zumindest auf der Promo-Scheibe aber zum eigentlichen Lied hinzugefügt wurde, wodurch natürlich dann nur 12 anstelle der 13 Stücke auf der Scheibe erscheinen. Wie das auf der Verkaufsversion ist, weiss ich zwar nicht, aber es braucht keiner Angst zu haben, dass da ein Lied fehlt, wenn der Player nur 12 Tracks anzeigt.



Metal Glory, germany - Homepage
Selten war ich so gespannt auf ein Sequel wie im Falle der bösen Jungs rund um Meister Beelzebub von den deutschen Ur-Schwarzmetallern MYSTIC CIRCLE, um welche es seit dem letzten regulären Album („Open The Gates Of Hell“ – 2003) ein wenig still geworden war.
Würde es der böse Haßklumpen werden, den alle erwartet haben ?
Lassen wir uns für ein derartiges Resümee noch ein wenig Zeit ...

Schwarzer, purer, unverfälschter Haß ist schon einmal gleich zu Beginn zu spüren; der schlägt einem nämlich zum einen wie ein ekler, schwärender Pesthauch mit dem Intro und dem darauffolgenden Titeltrack in die zwischen Faszination und Abscheu bebenden Nasenflügel; zum anderen wird ebendieser Haß von den Texten dieses Machwerks ausgeschwitzt, in welchen es vornehmlich thematisch um den rächenden, grausamen und unversöhnlichen Gott des Alten Testaments und um andere Götter beispielsweise aus dem antiken Ägypten geht, die auf demselben Trip waren wie der Christen-Mastermind, wenn es um die Knechtung und geistige Versklavung des menschlichen Gewürms ging (bzw. geht).

Musikalisch wird sich in überaus rauher und ruppiger Manier auf die Wurzeln besonnen, welche in der in den 80er Jahren entstandenen Ursuppe aus Thrash und Black Metal liegen, so wie ihn zunächst Venom und später vor allem Sodom zelebrierten. Dies und das Beste aus dem melodischen, harten Death Metal etwa im Stile der frühen Morbid Angel oder Deicide prägen den unnachahmlichen und unverwechselbaren Sound der finsteren Götter.

Beelzebub zerfetzt sich einmal mehr seine geschundenen Stimmbänder – sein Organ verfestigt in überzeugender Manier den griffigen Stil von MYSTIC CIRCLE, welche mit „The Bloody Path Of God“ ihr vorläufiges Meisterstück abgeliefert haben

Dies alles wird zelebriert mit traumhaft sicheren Songstrukturen und einem ultrafetten sinistren Sound, welcher das sprichwörtliche Pech in den Adern gerinnen läßt.
Alptraumhaft hingegen und an die Omen-Filme gemahnend sind die ganz tief unter die Haut gehenden orchestralen und teilweise mit Celli arbeitenden dissonanten Übergänge und Zwischenpassagen – das hat Klasse !

Die Stücke sind allesamt derart brutal und fies, daß ich die gesamten gut vierzig Minuten als Anspieltip empfehlen kann – man bleibt sowieso hängen und hört sich diese schwarze Perle bis zum bitteren Ende an, welches in Form des gelungenen Celtic-Frost-Covers „Circle Of The Tyrants“ nochmals Tod und Verderben verbreitet ...

So laßt euch denn mitreißen in die abgründigen Schlünde der Hölle von dieser den deutschen Black Metal so maßgeblich geprägt habenden Band, welche heuer im Sommer sowohl auf dem „With Full Force“ als auch auf dem „Wacken“ spielen wird.
Bis dahin sollten die auf ein Duo geschrumpften bösen Buben aber wieder einen festen Drummer verpflichtet haben (Ex-Drummer Alexander Koch alias NECRODEMON hat in seinem Studio für dieses Album daselbst die Trommelstöcke geschwungen).

Auch dieses Album ist mir 9 Punkte wert – aber hört bitte erst selber rein, bevor ihr mich darob gleich im Forum zur Schlachtbank führt ...


Tracklist:
01. Psalm Of The End (Intro)
02. The Bloody Path Of God
03. Doomsday Prophecy
04. Nine Plagues Of Egypt
05. The Grim Reaper
06. Riders Of The Apocalypse
07. Hellborn
08. Church Of Sacrifice
09. The Forgotten
10. Unholy Terror
11. Memento Mori (Outro)
12. Circle Of The Tyrants




9.0 Punkte von Warmaster (am 16.02.2006)



Squealer Mag., Germany - Homepage
Mystic Circle - The Bloody Path Of God
Genre: (Melodic) Black + Death Metal

(13.02.2006) - Wer sich über schwarz zugekleisterten Death Metal made in Germany unterhält, kommt in keinem Fall um die Erwähnung der 1992 gegründeten „Schlächter“ von Mystic Circle herum. Mit einem Bandnamen, um den sie jede zweite True Metal Kapelle beneiden würde, und einem wiedererkennbaren Sound geht das Thrash/Black/Death Metal Geschwader in die nunmehr siebte Runde: THE BLOODY PATH OF GOD, in vieler Hinsicht die beste Veröffentlichung von Beelzebub und Co..


Mystic Circle - The Bloody Path Of God
Erstaunt darf man davon sein, muss man aber nicht. Denn zum ersten mal in ihrer Bandgeschichte ließen sich die „satanischen“ Herrschaften mit dem komponieren und einspielen ihrer facettenreichen Lieder genügend Zeit. Seit THE GATES OF HELL sind stolze drei Jahre vergangen, in denen man in dem Hamburger Label Dockyard1 den passenden Partner für das Vermarkten der schwarzmetallischen Hymnen fand.

Großen Anteil an dem Gelingen von THE BLOODY PATH OF GOD, bei dem inhaltlich wie üblich das Christentum auf unterschiedliche Arten (man beachte hierbei mal Liedtitel wie „Nine Plagues Of Egypt“ oder „Church Of Sacrifice“) sein Fett wegbekommt, hatte der ehemalige Mystic Circle Schlagzeuger Alexander Koch, der nicht nur für die Drumparts, sondern auch für die, bei Mystic Circle erstmals, hervorragende Produktion als Hauptverantwortlicher ausgemacht werden kann. Mit dieser kernig packenden Produktion hat man sich mit einem großen Schritt von den in soundtechnischen Belangen her gesehen im Nirwana befindlichen Schwarzmetallkapellen aller Herren Länder entfernt.

Nach dem Intro „Psalm Of The End“, über welches wir mal bedächtig den Mantel des Schweigens legen, beginnt sich das Album (weil er so schön ist, nochmal der Titel) THE BLOODY PATH OF GOD mit den an Dimmu Borgir, bevor diese damit begonnen haben „Weichspüler“ Black Metal zu spielen, erinnernden Anfangsstücken „The Bloody Path Of God“, „Doomsday Prophecy“ und „Nine Plagues Of Egypt“ kräftig zu entfalten. Insbesondere Erst- und Drittgenanntes dürfte zu dem besten Material der Geschichte des Trios und den gesamten letzten Auswüchsen der nationalen und internationalen Black Metal Szene gehören.

Einzig mit der Halbzeit geht der Trackliste und daher den musikalischen Inhalten ein wenig die Puste aus und das „Gebräu“ aus den Songs „Church Of Sacrifice“, „Unholy Terror“ und „Circle Of Tyrants“ versinkt im Mittelmaß, lässt die Frische etwas vermissen und kann so den herausragenden Vorausläufern keine Paroli mehr bieten. Da helfen auch diverse, wenn auch für die Ohren schön erklingende, Gestaltungsvariationen in Form von Geschwindigkeitsdosierungen nicht. Die Ernte ist eingebracht.

Fazit: Das trostlos erscheinende Black Metal Feld bekommt anno 2006 endlich wieder einen wahren Leader: Mystic Circle melden sich zurück und zeigen sich mit THE BLOODY PATH OF GOD schlagkräftiger denn je. Schnelle Thrash/Deathattacken münden in feinste Black Metal Schreiorgien oder in symphonische, spannungsaufbauende Parts. Da ignorieren wir auch mal die nachlassende Leistungsbereitschaft gegen Ende.



Metal Webzine, Germany - Homepage
MYSTIC CIRCLE – Eine Band, welche sich schon seit Jahren mit Anfeindungen aus Teilen der Szene herumschlagen muß. Auch die Presse ist nicht immer gerade zimperlich mit der Gruppe umgegangen. Vermisst wurde allerdings bei vielen Diskussionen eine objektive Auseinandersetzung mit dem eigentlich wichtigen: der Musik. Nun erscheint also mit The Bloody Path Of God der neue Longplayer von MYSTIC CIRCLE. Und wie schon bei der Listening Session festgestellt, hat die Band ein sehr abwechslungsreiches Album eingespielt, welches ohne Übertreibung als echter Hammer bezeichnet werden kann. Die Death Metal Anteile wurden wieder etwas zurückgeschraubt, dafür regiert nun vermehrt die Thrash Metal Keule, wobei auch wieder verstärkt der eigenen Historie verpflichtend Black Metal gespielt wird. So ist das neue Album etwas rauer, dunkler und basischer. Schon damals bei der Listening Session hatte mich der super knallige und fette Sound überzeugt, obwohl es sich lediglich um einen Rough Mix handelte. Dementsprechend ist nun die endgültige Fassung ein echter Faustschlag ins Gesicht. Hinzugefügt wurden nun noch Intros sowie die CELTIC FROST Coverversion Circle Of The Tyrants. Die neuen Hymnen wechseln von thrashigem Power-Riffing über typisch Black Metal mäßige, klirrende Riffs bis hin zu halbakustischen Passagen. Auch das Keyboard wird dezent an den richtigen Stellen gezielt eingesetzt und kann so die dunkle Atmosphäre weiter unterstreichen. Beelzebub selbst kreischt wieder vermehrt und klingt an manchen Stellen wie Mille von KREATOR. Die Songs sind recht eingängig, mitreißend aber dabei keineswegs simpel. Man merkt, dass sich MYSTIC CIRCLE gerade beim Songwriting und den Arrangements viel Mühe gegeben haben. Recht neu ist der ziemlich moderne Rhythmus-Sound. Einige vertrackte Parts darf man sogar schon als progressiv bezeichnen. Die Band hat sich definitiv musikalisch sehr stark weiter entwickelt und zeigt sich nunmehr in einer bestechenden Form. Das sollen mal einige Kritiker erst mal selber besser machen!

Punkte: 9/10



Planet Heavy Metal , Germany - Homepage
Das Trio orientiert sich auf ihrer neuen CD wieder „back to the roots“ und untermalt mit gezielten Einsätzen von Keyboardklängen die Atmosphäre des Black Metals. Außerdem hat Sänger Beelzebub seine Death-Metal-Growls ad acta gelegt und konzentriert sich auf gekonntes Gekreische im altbewährten Black Metal Stil. Die CD ist ein klassisches und sehr atmosphärisches Schwarz-Metall-Album geworden, bei dem die Gitarren des öfteren mit Stakkato-Riffs aus den Boxen ballern. „The Bloody Path Of Glory“ beinhaltet neun durchweg gute Eigenkompositionen und als Schmankerl obendrauf bietet die Band uns noch zum Abschluss der CD das sehr gelungene Celtic Frost Cover „Circle Of The Tyrants“. Dem spielfreudigen Trio ist mal wieder eine solide Platte gelungen, die mit einem sehr fetten Sound ausgestattet wurde. Fazit: Empfehlenswert für alle Liebhaber dieses Genres!



heavy oder was? , - Homepage
MYSTIC CIRCLE
The Bloody Path Of God
Dockyard 1/Soulfood
In den letzten Jahren haben MYSTIC CIRCLE etwas an Boden verloren. Allerdings frage ich mich weshalb, denn ‚Open The Gates Of Hell’ war meiner Ansicht nach das bislang beste Werk der Rheinhessen. Vielleicht lag es an den fehlenden Keyboards oder den vermehrten Death Metal Einflüssen? Jedenfalls klingen MYSTIC CIRCLE auf ihrem neuen Longplayer wieder etwas rauher, erdiger und schwärzer. Beelzebub kreischt wieder, was das Zeug hält, die orchestralen Keyboards sind gezielt zurück im Sound und auch bei der Produktion wurde mehr Wert auf eine entsprechende Höhenlastigkeit gelegt. Die Qualität der Songs hat unter der dezenten Kurskorrektur nicht gelitten. Das Trio ist nach wie vor in der Lage, eingängige Nummern zu schreiben, die sich nicht so schnell abnutzen und mit guten Riffs und Ideen aufwarten. Hier macht sich das jahrlange Zusammenspiel von Beelzebub und Ezpharess bemerkbar, die sich gekonnt die Bälle zuspielen. Die Death- und Thrash Einflüsse sind nicht ganz verschwunden, so daß Liebhabern jeglicher extremer Musik ein Hörtest empfohlen wird.
Andreas Reissnauer (9 Punkte)



FFM-Rock.de Jochen Strubel, - Homepage
Ich hatte ja schon das Vergnügen, der Platte damals in der rohen Fassung zu lauschen und war zum damaligen Zeitpunkt schon von dem fetten Sound von Producer Alex Koch begeistert. Nun liegt das fertige Werk vor, das Piet Sielk noch gemischt hat und mit Intros versehen wurde. Und jetzt ballert das Album noch mehr!!!!!

Nach dem Intro „Psalm Of The End“ ballert der Titelsong in doublebasslastiger Manier herrlich aus den Boxen und mit den Keyboard Passagen klingt der Track dazu noch richtig düster. Der akustische Beginn von „Doomsday Prophecy“ ist nur die Ruhe vor dem Sturm, mit harten Riffs, extrem modern und technisch geht es dann zu Werke. Herrlich auch, wie der Refrain immer mit leicht angedeuteten Soli unterlegt ist. Thrash Metal liegt der Pfälzer Black Metal Institution auch sehr gut, den „Nine Plaques Of Egypt“ könnte locker auch aus der Feder von Kreators Mille stammen, der Song geht gerade aus und ohne Umwege voll auf die Glocke. Technisch, düster und voller Breaks ist das folgende „The Grim Reaper“, das ganz deutlich die musikalische Weiterentwicklung der Band zeigt. Mit kurzem Knüppelpart startet „Raiders Of The Apocalypse“, jedoch wird die Nummer zu einer im Midtempobereich anzusiedelndem Düsterstück, das ohne Ende bedrohlich wirkt und mit seinem Zwischenspieler perfekt als Horror Soundtrack dienen könnte. Und auch „Hellborn“ ist mit einem akustischen Zwischenspiel bestückt, das die Härte des Songs etwas auflockert und abwechslungsreich gestaltet. Brav und ruhig beginnt „Church Of Sacrifice“, treibt dann aber mit seinen ballernden Doublebass wie die Sau. Auch stimmlich hat sich Beelzebub extrem entwickelt, der Mix aus Growls, Screams und bedrohlichem Sprachgesang ist hier perfekt getroffen. Ein richtiger Stampfer stellt „The Forgotten“ dar, bis dann die Knüppelnummer und mein Favorit auf dem Album „Unholy Terror“ aller nieder metzelt, was sich in den Weg stellt und vor allem mit dem supergeilen Solo 1000% gefällt. „Memento Mori“, das war’s dann fast, nach dem Outro haben Ezpharess und Beelzebub noch ein Coversong für uns, nämlich „Circle Of The Tyrants“ der reformierten Celtic Frost und wer die Mystics kennt weiß, dass dieses Stück schon lange zum Live Repertoire zählt.

Auf jeden Fall haben Mystic Circle mit „Bloody Path Of God“ einen ganz großen musikalischen Schritt nach vorne gemacht, sind musikalischer und härter als je zuvor. Jedoch ist die Platte nicht ganz so eingängig wie man es eigentlich von der Band gewohnt ist, das neue Material greift zwar sofort, aber die Feinheiten erkennt man erst nach mehreren Durchläufen.



emp redaktion, germany - Homepage
Mystic Circle zählen nun schon seit 1992 zur deutschen Dunkel-Stahl Elite. Ihr neuestes Werk, das auf den Namen The bloody path of God hört, erscheint nun unter dem neuem Label Dockyard 1. Von Sounds, die auf damaligen Veröffentlichungen wie Morgenröte oder dem Hammerwerk Drachenblut zu hören waren, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Mehr Death- und Thrash Metal regiert das Gesamtbild von Mystic Circle. Immer wieder von düsteren und morbiden Keyboards untermalt; hin und wieder sind auch akustische Gitarren zu hören. Technische Instrumentierung, wobei sich Blastbeats mit atmosphärischen Parts abwechseln. Düstere Texte, wie immer vorgetragen von Herrn Beelzebub höchstpersönlich. Songs wie Riders of the apocalypse oder Church of sacrifice machen Spaß aber der Oberhammer ist der Coversong am Ende der Tracklist. Die kurzfristig zum Duett geschrumpften Mystic Circle haben Circle of the tyrants von Celtic Frost gecovert. (Poseidon Nutella / 10.01.2006)



Studioreport Mystic Circle, Gemany - Homepage
Mystic Circle (Listening Session) verfasst von Endres am 11.12.2005

Am Freitag, den 09.12.05, hatten das infernalische Duo MYSTIC CIRCLE aus Worms sowie deren neue Labelheimat Dockyard1 nach Ludwigshafen zur Listening Session des Open The Gates Of Hell Nachfolgers The Bloody Path Of God Schreiberlinge diverser Fachmagazine eingeladen. So fand man sich im Underground, einer kleinen und sehr gemütlichen Kneipe, in überschaubarer Runde ein, um dem neuen Werk zu lauschen und sich ein Bild über das aktuelle Geschehen der kontinuierlich tourenden Band zu verschaffen. Im gleichen Gebäude befindet sich übrigens auch das State Of The Arts Studio von Ex-Drummer Necrodemon, welcher als Produzent und Studio-Schlagzeuger fungierte. Doch zunächst wollten erstmal ein paar Bierchen verhaftet und ein wenig über dies und das geredet werden. Ich erlaubte mir, den ehemaligen Gitarristen Isternos mitzunehmen, und so wurde doch über einige Erinnerungen und Tour-Anekdoten berichtet. Die Hintergrundbeschallung übernahm währenddessen der AMORPHIS Klassiker Tales From The Thousand Lakes, dessen überragende Klasse und Bedeutung alle einigte. Natürlich waren alle gespannt auf das neue und inzwischen siebte Studioalbum von MYSTIC CIRCLE, wie sich die Gruppe denn nun in den letzten beiden Jahren weiterentwickelt hat. Mich interessierte auch ein wenig die neue Plattenfirma. So teilte mir die überaus freundliche Sonja von Dockyard1 mit, dass das recht neue Hamburger Label von ehemaligen Sanctuary/Noise Records Mitarbeitern sowie Piet Sielck (IRON SAVIOR, SAVAGE CIRCUS) gegründet wurde und solch bekannte Bands wie IRON SAVIOR, LAKE OF TEARS, WALTARI und SAVAGE CIRCUS oder die erst mit BEHEMOTH und NILE getourten Belgier IN-QUEST unter Vertrag hat sowie mit Soulfood einen kompetenten Vertriebspartner vorweisen kann. Doch dann wurde es endlich Zeit für The Bloody Path Of God, welches im 24 Spur State Of The Arts Studio aufgenommen wurde. Die Lautstärke wurde ansprechend angepasst, und die Hölle brach druckvoll los.


01. The Blody Path Of God

Der Opener und Titelsong prescht gleich druckvoll und energisch mit fetten Riffs nach vorne, Double-Bass Gewitter im midtempo regiert, es folgt ein kurzes Slowdown, ehe es wieder treibend weitergeht. Vor allem die Double-Bass Wirbel stechen hervor, dezente Keyboards untermalen dieses Stück. Der Refrain ist MYSTIC CIRCLE typisch ziemlich fett und macht damit gleich den ersten Song zu einer dunklen Hymne.

02. Doomsday Prophecy

Das zweite Stück beginnt mit einem halbakustischen Intro, vom Keyboard wird eine Violine simuliert, was eine etwas melancholische Atmosphäre aufbaut. Das Intro steigert sich enorm, es kommen melodische Gitarrenleads hinzu, um unmittelbar in einem Donner von abgehackten Riffs zu gipfeln. Der Song ist im midtempo gehalten, im Refrain finden sich die melodischen Leads wieder. Nach zweimaliger Wiederholung des Schemas ertönt wieder das Thema des halbakustischen Intros, welches nun von Riffwänden durchzogen wird. Der Track weist einige progressive Einschübe auf und endet etwas abrupt.

03. 9 Plagues Of Egypt

Dieser Titel baut sich sehr thrashig auf, von Anfang an geistern Vergleiche mit SLAYER oder KREATOR auf. 9 Plagues Of Egypt geht straigt vorwärts im uptempo mit Thrash Metal charakteristischen Ufta-Drums, im Verlauf wird das Tempo ein wenig herausgenommen, Keyboards setzen kurz ein, um dann von einer Double-Bass Wand erdrückt zu werden. Der Refrain ist wieder typisch MYSTIC CIRCLE, es folgt ein sauberes Solo. Das Stück klingt mit einem Schlagzeugwirbel aus.

04. The Grim Reaper

Ein gespenstisches Intro mit entrückten Keyboards und schrägen Gitarrentönen leitet The Grim Reaper ein. Es baut sich eine immer stärker werdende Spannung auf, eine riffende Gitarre zersetzt die entrückten Töne und geht straight vorwärts weiter. Screams und Growls wechseln sich ab, der Song im uptempo weißt wieder Double-Bass Wirbel auf. Dieses rotzig und rau gespielte Stück hat eine richtige Rock Attitüde und könnte auch als der RocknRoll Song bezeichnet werden. Nach zweimaliger Wiederholung folgt ein Break, und The Grim Reaper baut sich langsam wieder auf pumpenden Double-Bass auf, schwere doomige Riffs nehmen wieder die Geschwindigkeit raus, einige Obertöne wurden eingebaut.

05.Hellborn

Mit einem langsamen Anfang und sphärischen Keyboards beginnt Hellborn. Es folgt ein Marsch Rhythmus, um das Stück dann treibend fortzuführen. Der Song ist von intelligenten Breaks durchsetzt, teilweise setzt die thrashig riffende Gitarre aus, um Raum für den pumpenden Bass zu geben. Irgendwie erinnert die Musik hier stark an KREATOR oder aber auch ein wenig an IN FLAMES. Passend dazu klingt Beelzebub etwas wie Mille. Nach zweimaliger Wiederholung wird das Tempo heruntergefahren, es kommt ein Part mit halbakustischen Gitarren und Keyboards, um dann wieder in den Marsch Rhythmus zurückzufinden, welcher dann zurück zum Thrash Metal kommt. Meiner Meinung nach ein Klasse Tanzflächen-Feger. Würde es eine Single-Auskopplung geben, wäre gerade dieser eingängige Discosong dazu prädestiniert.

06.Riders Of The Apokalypse

Wie aus dem Nichts kommt plötzlich ohne Vorwarnung ein lauter Anfang, das Stück geht gleich in die Vollen. Zum ersten Mal sind hier nun Blast Beats vorhanden, zusammen mit dem etwas klirrenden Riffing und den Screams ein richtiger Black Metal Hassbrocken. Der Song ist sehr aggressiv und hart. Das Tempo wird dann wieder ein wenig langsamer, dezente Keyboard-Klänge untermalen das von Riffs und Screams dominierte Stück. Nach einem gelungenen Break baut das Keyboard wieder erneut Spannung auf, welche in Riffwänden gipfeln. Es folgen noch ein Solo, ehe dann nach einem Breakdown etwas Sprechgesang einsetzt und der Song endet.

07. Church Of Sacrifice

Dieser Song beginnt halbakustisch mit schleppendem Rhythmus. Gerade der Anfang erinnert ein wenig an SLAYERs Seasons In The Abyss und gleichzeitig irgendwie modern. Der Track ist treibend gehalten und sehr eingängig. Drumwirbel, straightes Riffing dominieren, ehe mehrstimmige Gitarrenmelodien hinzukommen. Kurzzeitig baut sich eine ähnlich erhabene Atmosphäre wie bei BATHORY auf. Es geht treibend weiter, ehe das Stück ausklingt.

08. The Forgotten

Den Anfang bildet ein langsamer, stampfender Aufbau. Es kommen doppelte Leads, irgendwie klingt das Ganze schon fast nach Doom Metal. Der Song entwickelt sich zu einem stampfenden Dampfhammer mit Double Bass Teppich. Nach dem zweimaligem Refrain geht es halbakustisch nur mit Gitarre langsam weiter, ein Cello sowie dezente Keyboards setzen ein und schaffen eine bedrohliche Stimmung. Melodische Leads durchbrechen die Stille und bauen das Stück wieder auf.

09.Unholy Terror

Dieser Track ist der Schnellste des Albums. Black Metal Riffing, Screams und Blast Beats schaffen eine grimmige Atmosphäre. Kurz wird das Tempo wieder gedrosselt, Double Bass donnert im uptempo, um dann wieder unvermittelt in Blasts überzugehen. Nach einem Break kommt ein schräges Solo, wie sie beispielsweise auch bei SLAYER gespielt werden. Dieser Song dürfte wohl den größten Black Metal Appeal des Albums haben.

MYSTIC CIRCLE haben wahrlich ihre Hausaufgaben gemacht und legen ein verdammt abwechslungsreiches Album vor. Auf diesem werden sich noch 2 Intros sowie eine Coverversion des CELTIC FROST Klassikers Circle Of The Tyrants befinden. Der Sound ist wirklich sehr fett und druckvoll, obwohl das Mastern noch aussteht! The Bloody Path Of God erscheint am 20.02.06 und kann rundum als gelungen bezeichnet werden. MYSTIC CIRCLE Fans können sich auf etwas gefasst machen! Nach dem Hören begaben wir uns noch ins Studio an der Rückseite des Gebäudes, in welchem auch das obige Foto entstanden ist. Necrodemon erzählte mir noch, dass hier unter anderem noch MISANTHROPIC und PUSSY SISTER aufgenommen haben. Er selbst ist noch mit eigenen Projekten beschäftigt oder hat z. B. die Drums für die Australier HERRATIK eingespielt. Der verbliebene Rest (Ich, Isternos, Sonja, Ezpharess und Freundin) machte es sich dann noch in der nahe gelegenen Disco gemütlich und feierte noch ein wenig.
(endres)



Studioreport Mystic Circle, germany - Homepage
(Redaktion FFM-Rock: Listening Session Mystic Circle)
Freitag, 09. Dezember 2005 – Kneipe Underground/ Studio State Of The Arts
Band: Mystic Circle
Homepage:
www.mystic-circle.de


So, am 9. Dezember war es soweit, Deutschlands tourfreudigste Vorzeige-Black Metal Mystic Circle beschreitet den blutigen Pfad Gottes und lud diverse Pressevertreter ein, dem mittlerweile 7. Studioalbum „The Bloody Path Of God“ zu lauschen.
Zum ersten Mal haben die Pfälzer das State Of The Arts Studio gewählt, welches von ihrem Ex-Drummer Alex „Necrodemon“ Koch betrieben wird und welcher auch an der Schießbude seiner Ex Band aushalf.
Auch wenn es sich hier „nur“ um den Rough Mix der Produktion handelt, der Sound ist im jetzigen Stadium der absolute Hammer, so fett war bisher noch kein Mystic Circle Album. „Gemastert wird die CD von Labelchef und Iron Savior Sänger/ Gitarrist Piet Sielck“ erklärt mir Sänger und Basser Beelzebub.
So, dann soll es nach ein paar Begrüßungsbierchen auch mal musiklaisch losgehen.
„Bloody Path Of God“, der Titelsong ist ein technisches, leicht modern angehauchtes Feuerwerk, das mit einigen Violinen Samples angereichert wurde und einen bombastischen Refrain in sich birgt.
Weiter geht es mit „Doomsday Prophecy“ welches einige akustische Parts mit integriert hat und eine höllische Atmosphäre verbreitet. Der Song ist relativ schleppend gehalten, gespickt mit vielen Breaks und im Refrain wurden von Ezpharess einige leichte Soli mit eingespielt.
„9 Plagues Of Egyt“ ist ein Song, bei dem Beelzebubs Stimme doch einige Male so richtig an Kreators Mille erinnert, genau wie das Stück auch, denn hier wird gethrashed, was das Zeug hält. Jedoch besticht der track auch hier durch enorme Abwechslung und Tempo Wechsel, geschickt wurden einige Doublebass Passage und düstere Keyboard Parts mit eingeflochten, aber in der Hauptsache ist hier ein superbes Thrash Stück am Start.
Bei „The Grim Reaper“ geht es erst mal so richtig bedrohlich los, das Intro könnte direkt aus einem Horrorfilm kommen, das Stück ist eher stampfend und besticht durch Beelzebubs abwechslungsreichen Gesang. Auch hat „he Grim Reaper“ eine geschickte Mischung aus modernen, thrashigen und rockigen Passagen.
Einen erneut extrem hohen Thrash Faktor birgt „Hellborn“ in sich, welcher sich mit rafinierten Breaks und bombastischen Parts vermischt. Zudem kommt hier ein akustischer Zwischenspieler und eingebaute Chorsamples, die das Stück noch fetter nach vorne treiben läßt.
Eine donnernde Kampfeshymne ist danach „Riders Of The Apocalypse“, die für mich eine perfekte Mischung aus Death und Black Metal ergibt, dazu habt die Band einen absolut diabolischen Zwischenpart eingebaut, welcher ein Hammer ist.
Herrliche Double Bass Attacken und teuflische Vocals gibt es bei „Church Of Sacrifice“ zu bestaunen, welche eine richtig eingängige Nummer ist. Hier blasen richtig geile Riffs aus den Boxen und im Hintergrund ist das leicht tragende Keyboard passend wie die Faust aufs Auge zu hören.
Mit alles zermalmenden Sägewerk Riffs beginnt das Stück „The Forgotten“, welches man am Besten als Mid Tempo Banger Numemr bezeichnen kann und durch sein begleitendes Keyboard und dem fast klassischen Zwischenpart besticht.
Für mich das Beste gibt’s dann zum Schluß, den „Holy Teror“ ist die Knüppelnummer der Scheibe. Jedoch wurden auch hier geschickt raffinierte Breaks mit integriert und man könnte bei diesem Hammerstück Erinnerungen an die „Drachenblut“ Ära bekommen.
„Wir hören schon seit über 20 Jahre Metal und sind von vielen Bands und deren Arbeit begeistert gewesen“ so Ezpharess, „das geht logischerweise nicht spurlos an einem vorbei.“
Auf die Frage, wie man das neue Material bewerten soll hat dann Beelzebub die passende Antwort, „Wir haben uns gedacht, das wir mit dem neuen Album einen Mix kreieren wollen, der sich aus der ganzen Mystic Circle Geschichte zusammen setzt. Damit meine ich, dass wir mit „The Bloody Path Of God“ alle Fans von uns ansprechen, ob sie nun „Drachenblut“, „The Great Beast“ oder „Damien“ favorisieren, wir decken das gesamte Spektrum ab und durch die modernen Passagen werden wir bestimmt viele neue Fans auch hinzu gewinnen“ ist sich der Graf sicher.
Die neun Stücke bringen es aber gerade mal auf eine Spielzeit von etwas mehr als 35 Minuten, doch recht kurz für die Band. „Es fehlen noch diverse Intros und die Coverversion“, erklärt Ezpharess, im Endeffekt wird die Scheibe knapp 45 Minuten lang sein.
Neugierig frage ich natürlich, welchen Song das zu Zeit diabolische Duo covert und ich bekomme „Circle Of The Tyrants“ von Celtic Frost zu hören.
„Schon wieder ?“ kommt es bei mir wie aus der Pistole geschossen. „Nun, wir hatten den Song früher auch schon live gespielt und bisher wurde er nur in der Live Version veröffentlicht“ entgegnet Ezpharess, „ jetzt geben wir unsere Version auch als Studioaufnahme zum Besten und außerdem ist die Nummer ja auch ein Knaller“ verteidigt sich der Gitarrist.
„Mit dem neuen Label Dockyard1 im Rücken und der genialen Produktion von Alex wird uns mit Sicherheit erneut ein großer Wurf gelingen“, so Beelzebub, „ ich denke, dass wir hier das reifste und beste Mystic Circle Album haben, was wir je geschrieben haben. Jetzt gilt es nur noch, einen geeigneten Drummer zu finden, der unser neues Material auch live umsetzen kann und dann werden wir auch bald wieder „On The Road“ sein.“
Und da soll der Sänger auch recht behalten, das neue Album knallt wie die Sau, ich bin schon auf die fertige Fassung gespannt und mich dann mit der Band unterhalten. Auf jeden Fall hat sich das Warten gelohnt und am 20. Februar kann jeder mit der Pfälzer Black Metal Institution den „Blood Path Of God“ betreten.
(Jochen Strubel)






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