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Niclas Pepperhoff / The-Pit.de, Germany - Homepage
2 Jahre zogen ins Land, nachdem die Schweizer Thrash-Metaller von Gurd 2004 ihr 10jähriges Bandbestehen feierten. Nun sind Frontmann V.O. Pulver und Co. zurück, um mit ihrem mittlerweile achten Studioalbum “Bang!” eine weiteres gutes und modernes Thrash Metal - Album abzufeuern. So schlicht der Titel “Bang!” auch ist, er trifft vollkommen zu, denn moderne Gitarrenwände und treibende Drums laden ohne Zweifel zum Headbangen oder zum simplen, aber wilden “Durch die Wohnung - Moshen” ein.

Auch wenn der an Machine Head, Pantera oder Prong erinnernde Sound von Gurd nicht wirklich große Überraschungen bietet, so findet sich doch eine Reihe an starker Songs auf dem Album, die den Freunden dieses Genres mit Sicherheit gefallen werden.
Angefangen beim coolen Opener “The Grand Deception”, der mit einem enorm energiegeladenen Refrain versehen ist, über die starke Mid-Tempo-Hymne “Bang!”, welche sowohl live, als auch in den Szene-Diskotheken für Hitzewallungen sorgen dürfte, bis hin zum kraftvollen “Break The Ban”, dass ähnlichen Charme versprüht, wie der Titelsong des Albums. Auch die gelungene Adaption des Black Sabbath Klassiker “Children Of The Grave” (inkl. Andre Gieder als Gastmusiker, der mit Frontmann V.O. Pulver schon gemeinsam bei Poltergeist musizierte) und das rockende “Wish” wissen sehr zu überzeugen. Andere Songs wie “The Storm”, welches vom schönen “Prelude” eingeleitet wird, “Spirit Of Rock” oder “Wise Up” sind dann eher Standard - Songs, die zwar weit davon entfernt sind schwach zu sein, aber so richtig zünden wollen sie auch nicht. Generell lässt sich kein Totalausfall ausmachen, was sehr für das Album spricht, denn bei keinem Song fühlt man sich dazu verpflichtet die allseits bekannte Skip - Taste zu drücken.

Gut, ein paar Überraschungsmomente mehr wären wünschenswert gewesen, denn sie hätten dem Album einen frischen Touch verleihen können und so vermisst man bei manchen Songs einfach die nötige Spritzigkeit, auch wenn die Fans der Band mit Sicherheit sehr zufrieden sein werden.

Die Quintessenz des Ganzen: “Bang!” ist ein ordentliches Album geworden, das über mindestens fünf enorm starke Songs verfügt. Der Rest des Materials ist zufriedenstellend, wenn auch nicht gleichermaßen überragend. Fans der Band dürfen bedenkenlos zugreifen und Fans von modernem Thrash - Metal sollten sich nicht scheuen und ihren Lauschern eine Dosis “Bang!” gönnen.

Bewertung: 7.5 von 10 Punkten



Chris / BurnYourEars.de, Germany - Homepage
„Was, die gibt’s noch!?“ - Erzählte ich von der neuen GURD-Scheibe, stieß ich fast überall auf dergleichen überraschte Ausrufe. Totgesagte leben bekanntlich länger, und obwohl ich vorab etwas skeptisch gewesen bin, ob GURD noch mal richtig draufpacken können, hat mich ihr achtes Album „Bang!“ voll überzeugt.

Der Name ist Programm, soviel ist bereits nach den ersten Riffs klar. Wo bei den letzten Veröffentlichungen der Schweizer Thrash-Institution eher ein wenig Leerlauf im Ideengetriebe herrschte, legen die Vier nach 10 Jahren Bandbestehen eine ordentliche Kelle Frische und Drive zu. Grooves vermengen sich in gewohnter GURD-Manier mit schnellen Mosh-Attacken, das Schöne daran ist aber, dass von den Songs endlich wieder etwas hängen bleibt und auch die Melodik nicht zu kurz kommt: Beispielsweise der Chorus des Titeltracks, der einem so einfach wie überzeugend um die Ohren geknallt wird, oder das komplett geniale „Wish“, das in herrlicher Death’n’Roll-Manier aus den Boxen drückt. Schade, dass von diesem außergewöhnlichen Kaliber nicht mehr an Bord ist, aber trotzdem klingt „Bang!“ insgesamt entschlossener und mehr auf den Punkt, als das auf den letzten Veröffentlichungen der Fall war.

Die Coverversion von BLACK SABBATHs „Children Of The Grave” überzeugt mich nicht so sehr, vielleicht liegt’s daran, dass hier Andre Grieder singt, der mit GURD-Chef V.O. einst bei POLTERGEIST zockte, und der betagte Song wie ein Fremdkörper zwischen den anderen sehr modern klingenden Tracks wirkt. Dafür leitet ein atmosphärisches Instrumental den fulminanten Schlusstitel „The Storm“ ein, der mit Chorgesang endet und noch mal ein Ausrufezeichen ans Ende eines Albums setzt, das letztlich (knapp) seine sieben Punkte verdient hat.



FFM-Rock.de, Germany - Homepage
Jawohl, da sind die Mannen um Sänger und Gitarrist V.O. Pulver wieder, der mit Poltergeist 1989 mit Depression, 1991 mit Behind The Mask und 1994 mit Nothing Lasts Forever geile Thrash Scheiben aufgenommen hat, die schon etwas mehr in den modernen Metal übergegangen sind. Nachdem Poltergeist Geschichte waren, hat sich V.O. mit Gurd ein neues Betätigungsfeld gesucht und bringt seit 1995 kontinuierlich starke ALben auf den Markt, die mit dem neuen Werk Bang1 ihren bisherigen Höhepunkt erreichen. Der Opener The Great Deception erinnert schon ein wenig an vergangene Poltergeit Tage, hier haben wir ein treibendes Old School Thrash Brett der Extraklasse. Der Titelsong hingegen ist richtig modern, hart und riffig wie die Sau. Dazu eine gewaltige Portion Groove und wir haben eine starke Bang Nummer. Auch bei den Songs Spirit Of Rock, Black Money oder auch Break The Ban sind Stücke, die vor allem von ihrem Groove und den treibenden Riffs leben, die einfach in moderner Art voll nach vorne treiben. Mit solchen Songs wie Like A Man, Wish, Seducer und auch Wise Up setzt sich dieser Trend fort, der auch teilweise etwas in die Richtung Machine Head oder auch Prong einschlägt. Mit Children Of The Grave präsentieren die Schweizer den Black Sabbath Klassiker in einer etwas härteren und moderneren Version, Prelude ist dann ein kurzer, instrumentaler Zwischenspieler, der uns zu The Storm überleitet. Und genau der Sturm bricht auch dann los, ein treibender Thrash Brocken für die alte Fan Garde. Gerade aus knallt der Song voller Aggression und Geschwindigkeit aus den Boxen, geil. Nach über 10 Jahre macht Gurd in Punkto Thrash Metal, ob old school oder modern, nichts vor und die Schweizer lassen gewaltig den Hammer kreisen.






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