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Eyefear - A World Full Of Grey

Bis auf AC/DC und vielleicht noch Silverchair zu ihren besten Zeiten geht die australische Musikszene leider recht häufig in der Wahrnehmung der europäischen Musiklandschaft unter. Meistens zu Unrecht, denn das was den Weg in unsere Läden findet, hat dann doch meist Qualität. Eyefear stellen da keine Ausnahme dar und liefern auf ihrem nunmehr dritten Album ein mehr als solides Progressive/Power-Metal-Werk ab. Neue Impulse können Eyefear dem Progressive-Genre nicht verleihen und mit den Meisterwerken der Szene von Bands wie Dream Theater, Queensryche oder Fates Warning kann A World Full Of Grey nicht ganz mithalten. Doch das wäre wohl auch ein bisschen viel verlangt und für sich genommen sind Eyefear richtig gut. Jedem Fan eben genannter Bands sei zumindest mal ein Testdurchlauf ans Herz gelegt.

Klangtechnisch bieten Eyefear genau das, was man von einer Progressive-Metal-Band erwarten kann: gut rockende, aber nicht zu harte Gitarren treffen auf immer präsente Keyboards, die für einen dichten Klangteppich sorgen. Die Rhythmusabteilung hält den Laden zusammen und Sänger Danny Cecati (ex-Pegazus) singt mit meist heller, klarer Stimme eingängige Melodien. Songmonster im zweistelligen Minutenbereich gibt es auf A World Full Of Grey jedoch nicht. Eyefear legen es nicht darauf an, als Frickelgötter in die Musikgeschichte einzugehen, sondern zielen darauf ab, mit ihrer Klasse als Musiker anspruchsvolle und dennoch eingängige und nachvollziehbare Songs zu kreieren. Das gelingt auch meist sehr gut, egal ob bei einem Song wie Lost Within die Metal-Gitarren das Kommando übernehmen oder es bei Haunted Memories stellenweise in bester 90er-Jahre Savatage-Manier eher episch-theatralisch zugeht. Wobei sich die meisten Titel nur schlecht mit wenigen Worten beschreiben lassen, denn in jedem Song passiert so einiges, gibt es jede Menge Rhythmus- und Stimmungswechsel, die aber fast immer sehr logisch ineinander fließen und den eigentlichen Song nicht begraben. Deshalb sollte auch der ein oder andere Power- oder Melodic-Metal-Fan seine Freude mit Eyefear haben.

(Antal, www.whiskey-soda.de, Note: 2)



squealer-rocks.de, Germany - Homepage
Die Australier von Eyefear mussten sich mit ihrem dritten Album im letzten Monat nur knapp dem King geschlagen geben, sonst wäre „A world full of grey“ bei mir zum Album des Monats geworden. Jedenfalls haben Eyefear ein saustarkes Progressive Metal Album herausgebracht, das sich nicht hinter den Outputs der Konkurrenz verstecken muss!


Da sich mit dem ehemaligem Pegazus-Sänger Danny Cecati ein absoluter Meister seines Fachs in den Reihen der Band befindet, kann die Musik eigentlich gar nicht schlecht sein. Herr Cecati setzt sein Organ schön variabel ein (von aggressivem Shouting bis hochmelodiös) und flechtet dabei noch ohne Ende erstklassige Melodien in die Songs ein. Nachzuhören beispielsweise bei der großartigen Halbballade „Changes“. Der Song verstrahlt schon beinahe Musicalatmosphäre und einige Keyboardpassagen erinnern anfangs sogar leicht an die übermächtigen Queen. Der hohe Melodieanteil schlägt natürlich die Brücke zu den verschachtelten Songstrukturen der einzelnen Stücke und sorgt so dafür, dass die Tracks schon nach recht kurzer Zeit im Ohr bleiben.

Eyefear haben aber nicht nur einen exzellenten Sänger (der seine Stärken hier besser zur Geltung bringen kann als noch bei Pegazus) in ihren Reihen, sondern auch die Instrumentalisten sind über jeden Zweifel erhaben und drücken Stücken wie dem vertrackten „Lost within“ klar ihren Stempel auf. Leichtfüßiger und dabei weniger verbraucht als Dream Theater kommen die fünf Australier daher. Genau diese Unbeschwertheit, die trotz aller Vertracktheit, auf „A world full of grey“ vorherrscht, macht dieses Album so stark. Hinzu kommt, dass Eyefear die optimale Balance zwischen Härte, Verspieltheit und ruhigeren, auf dem Piano basierenden Passagen gefunden haben (zum Beispiel „Moments“ oder „Whispers of the soul“). Bei Songs wie dem grandiosen „Breathe again“, das ruhig und atmosphärisch beginnt, um dann explosionsartig zu einem Progressive Metal Geschoss erster Güte zu werden, wurden alle Register gezogen und nahezu perfekt umgesetzt. Das hätten auch Symphony X nicht besser machen können!

Der Titeltrack hingegen kommt mit einem sehr einprägsamen Riff daher, welches seinen besonderen Reiz daraus bezieht, dass das Riff während des Songs zwar variiert, die Grundstruktur aber immer erhalten bleibt. Man hat quasi das imaginäre Gefühl fünf Minuten lang ein und dasselbe Riff zu hören. Das ist natürlich nicht der Fall und spätestens hier wird klar, dass Eyefear nicht nur sich selbst, sondern auch dem Hörer einiges abverlangen. Wer hier nicht aufmerksam zuhört, wird „A world full of grey“ nicht komplett verstehen können (dafür sorgt auch der sehr verschachtelte Opener „Searching for forgiveness“). Sauber gemacht, meine Herren!

„A world full of grey“ ist ein sehr, sehr starkes Prog Metal Album geworden und hat echt gute Chancen in den Jahrespolls ganz weit vorne zu landen. Die oben genannten Bands sollten aufpassen. Mit Eyefear ist zu rechnen! Wer also auf Dream Theater und/oder Symphony X steht, sollte diese Scheibe kaufen! Alle anderen eigentlich auch, denn Eyefear haben eure ungeteilte Aufmerksamkeit verdient!
Anspieltipps: ALLE!



Pinhead, Germany - Homepage
EYEFEAR - A World Full Of Grey
2007 Dockyard 1
10 Tracks (51:37)

Ist das wirklich Danny Cecati, ehemals Goldkehle bei PEGAZUS? Meine Fresse, dann hat der gute Mann aber eine wirklich beachtliche Entwicklung hinter sich. Von den kopierten MANOWAR Vocals seiner ehemaligen Band in eine Klasse mit Shoutern der Marke Geoff Tate (QUEENSRYCHE), Ray Alder (FATES WARNING) und Co. zu hüpfen...das muss ihm mal einer nachmachen. Und EYEFEAR bewegen sich musikalisch überhaupt nicht im True Metal. Vielmehr macht die Band die passende Musik, um die klasse Stimme von Danny zu untermauern. Symphonischer, teils progressiver Melodic Metal, wie er zeitgemäßer nicht sein könnte.

Mit „Searching For Forgiveness“ startet die Langrille mit einem ruhigen Piano, was jedoch ziemlich schnell in eine kraftvolle Instrumentaleinlage mundet. Und spätestens mit dem Einsatz von Sänger Danny Cecati wissen die Hörer, was sie erwartet. Ein klangvolles Sounderlebnis, hervorragend von der Band dargeboten. Die enthaltenen Keyboards sind zwar etwas aus dem Hintergrund gerückt, dominieren jedoch nicht zu sehr. Die Gitarre gibt weiterhin den Ton an. „A World Full Of Grey“, der Titelsong, geht voll und ganz der Tradition nach, wie ihn Bands der Fraktion FATES WARNING schon seit jeher zelebrieren. Powervolle Gitarrenriffs und ein gefühlvoller Sänger, treibende Drums und zarte Melodien aus dem Synthesizer. Klasse Stück, solltet ihr euch mal anhören. „Changes“ wird ebenfalls von der elektronischen Büchse eingeleitet, unterstützt durch wuchtvolles Schlagzeugspiel. VANDEN PLAS lassen grüßen. Etwas heftiger wird es bei „Lost Within“, zumindest was die Gitarre angeht. Schöne Melodien, leichter Prog-Einschlag, der aber zu keiner Sekunde nervt. Der Chorus bleibt schnell im Hirn hängen und weiß dort länger zu verweilen. Der Titel „The Eyes Tell No Lies” ist zwar etwas läppisch, auch wenn es sicherlich der Wahrheit entspricht. Das Stück ist das wohl progressivste der Platte. Muss man schon mögen, da es nicht unbedingt sehr eingängig ist. Schön sind allerdings die Melodien sowie die einzigartigen Gitarrenläufe. Daumen hoch! Ein richtiger Hard-Rocker ist den Jungs mit „Whispers Of The Soul“ gelungen. Die Nummer hat ein paar Ecken und Kanten und klingt dementsprechend nicht zu glattgebügelt. Anspieltipp. Das ruhigere „Haunted Memories“ hätte auch locker aus dem Hause DREAM THEATER stammen können. Mit seiner gehobenen Klasse wird es wohl die Masse aller Prog-Fans locker ansprechen können. „Breathe Again“ bildet den Abschluss des Albums. Träumerisch und sphärisch wird hier in der ersten Minute zur Sache gegangen, bevor anschließend wieder die (kleine) Keule ausgepackt wird. Ebenfalls eine starke Nummer, bei der Danny erneut seine sehr variable Stimme zum Besten gibt.

„A World Full Of Grey“ ist eine verdammt coole Platte geworden. Einziger Wermutstropfen ist, dass sich kein wirkliches Highlight herauskristallisiert, was die Songs durch ihre hohe Qualität im gesamten jedoch wieder wett machen. Fans von FATES WARNING, KAMELOT, QUEENSRYCHE, VANDEN PLAS und DREAM THEATER sollten hier dringend mal ein Ohr oder zwei riskieren.






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