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whiskey-soda.de, Germany - Homepage
Eine ganze Weile hat es gedauert bis Degradead aus Schweden nun endlich ihr Debütalbum veröffentlichen können. Bereits im Jahr 2000 unter dem Namen Septima gegründet, hat man sich in in der Heimat durch jede Menge Live-Auftritte schon einen Namen in der Szene gemacht, nahm recht erfolgreich an einem nationalen Band Contest teil und war auch an der Demo-Front sehr aktiv. Es war eben eine dieser Demo-Aufnahmen, die Jesper Strömblad (In Flames) zu Ohren bekam und ihn schwer beeindruckte. Er ermöglichte es der Band schließlich in Göteburg ihr erstes Studioalbum aufzunehmen, wobei Jesper, zusammen mit seinen In Flames-Kollegen Björn Gelotte und Daniel Svensson, auch gleich Produktion und Mix des Albums in die Hand nahm.

Dass Degradead sich dem Melodic Deathmetal verschrieben haben, sollte jetzt niemanden mehr überraschen. Da in den letzten Jahren eine regelrechte Invasion der Szene mit schwedischen Bands dieser Stilrichtung gab, wird es für Degradead ein komplizierter Weg werden, sich in einem bereits übersättigten Markt durchzusetzen. Ihnen deshalb jegliche Chance zum Durchbruch abzusprechen wäre jedoch voreilig, denn auf Til Death Do Us Apart zeigt die Band, was in ihr steckt. Es lässt sich nämlich tatsächlich ein eigener Stil heraushören: die Riffs stehen knietief im Thrashmetal-Sumpf während in den Refrains mitunter sehr poppige Melodien angestimmt werden (beispielsweise bei Genetic Waste oder Burn), was beim ersten Hören noch stutzig macht, dann aber seinen eigenen Charmen entwickelt. Dazu gibt es das ein oder andere folkisch-akustische Einsprengsel und am Ende auch ein komplett verstärkerloses Outro. Das es die Gitarrenfraktion auch versteht, brillant zu solieren wird bei Songs wie The Bloodchain unter Beweis gestellt. Tausendmal gehörte Twin-Guitar-Harmonien sucht man auf dem Album übrigens vergebens.

Kommen wir zurück zu Jesper Strömblad: Der bezeichnet Degradead gleich mal als die Zukunft des Metal. Diese Meinung kann ich nach mehrmaligem Hören von Til Death Do Us Apart nicht teilen, sehe ich die Welt doch immer noch mit gleichen Augen wie an dem Tag bevor die Promo meinen CD-Player fand. Die Band selber sollte aber eine Zukunft haben, denn ihr Debüt ist ein starkes Album mit hoher Halbwertszeit und einer eigenen Note. Hoffentlich klappt die angedeutete Tour mit Dimension Zero, damit man überprüfen kann, ob Degradead es auch live drauf haben. Auf Konserve sind sie wirklich gut.

(Antal, www.whiskey-soda.de, Note: 2+)



Sweetjanemusic, Deutschland - Homepage
Degradead kommen zwar aus Stockholm, verorten sich aber musikalisch dermaßen weit in Schwedens Südwesten, daß Björn Gelotte, Jesper Strömblad und Daniel Svensson von In Flames nicht umhin kommen konnten, deren Debütalbum „Til Death Do Us Apart“ aufzunehmen und abzumischen. Daß die fünf Musiker von Degradead alle In Flames-Scheiben im Plattenschrank stehen haben, ist genauso sicher wie der Umstand, daß die Gitarristen jedes Riff davon aus dem Effeff beherrschen. Wer jetzt aber einen weiteren lauen In Flames-Aufguß erwartet, dürfte angenehm überrascht werden: „Til Death Do Us Apart“ ist zwar purer Melodic Death Metal, Gothenburg-style, aber mit elf ausgefeilten Tracks, die sofort ins Ohr gehen und dort bleiben.

Dafür sorgen vor allem die treffsicheren Gitarrenriffs sowie die hysterischen Heiservocals, die an den richtigen Stellen von melodischen Gesangseinsprengseln ergänzt werden. Einzelne Titel hervorzuheben lohnt fast nicht, denn sie haben alle Klasse. Und wer zum Abschluß noch ein so wunderschönes Instrumentalstück wie den Titeltrack von der Kette läßt, hat sich jedes Lob redlich verdient. Ergo: Degradead haben mit ihrem Debütalbum alles richtig gemacht und für die kommende Tour mit Dimension Zero genau den richtigen Stoff im Handgepäck: Hart, melodisch, modern, songorientiert, stark.

Bewertung: 5 von 6 Punkten
Eckart Maronde / Sweetjanemusic.com



Pinhead, Germoney - Homepage
DEAGRADEAD - Til Death Do Us Apart


2008 Dockyard1
11 Tracks (41:10)

Und hier haben wir nun endlich wieder eine ordentliche Portion Schweden-Tod der oberen Liga. DEGRADEAD wurden sozusagen von Produzentenlegende und Ausnahmemusiker Jesper Strömblad entdeckt, der sich von dem Demo der Jungs beeindruckt zeigte. Und das zu Recht. Denn DEGRADEAD haben definitiv den Death Metal mit Löffeln gefressen. Anders ist diese Langrille nicht zu erklären.

Melodic-Death-Metal mit einer Menge Hits, so könnte man die Platte beschreiben. Und mehr gibt es eigentlich auch gar nicht zu sagen. Alle Stücke bringen es auf den Punkt, vereinen coole Keyboard-Sounds mit brachialen Gitarrenattacken und einem Gesang, der durch Mark und Bein geht. Fakt! Auch die genialen zweistimmigen Gitarren stehen den Songs sehr gut.

Songs wie „Genetic Waste“ (geile, treibende Nummer), „Pass Away“, „Reborn“, „The Fallen“, „Burned“ (das schon in die Metalcore-Ecke driftet) oder die tolle Akustik-Nummer und gleichzeitiger Titeltrack „Til Death Do Us Apart“ wissen zu gefallen. Durchhänger gibt es keine, dafür lässt die Band einfach keinen Platz.

Jesper Strömblad hat natürlich den absoluten Durchblick, welchen Sound die Band zu erhalten hat und so veredelt er die Stücke mit einem kommerziellen aber doch verdammt harten Klang.

Fans von IN FLAMES, DARK TRANQILLITY, AMON AMARTH oder auch DISSECTION können hier mit einer Investition nichts falsch machen.

8/10 Punkte



Metalcovenant.com, Sweden - Homepage
Stockholm-based thrash/death combo Degradead certainly has In Flames to thank for a lot, given that its one of Swedens most popular metal bands that have praised them, guitarist and founder Jesper Strömblad even calling them the future of metal. Great publicity of course, but also a lot to live up to for five young guys whose life-long dream of a record deal has finally come true. Lucky for Degradead then, that Til Death Do Us Apart is an astounding piece of work, and a very promising debut.

The big question is of course, exactly how much In Flames does this sound? The answer is: not that much. While H.O.R.D.E (which stands for all the members of In Flames except for the vocalist Anders Fridén) have created a production that certainly has the typical Gothenburg-touch we recognize pretty well by now, the music itself has a different ring to it. Mikael Sehlins vocals are harsher than Fridéns for example, and the songs in general are faster and thrashier. If I have to compare Til Death Do Us Apart to something, its rather At The Gates landmark album Slaughter Of The Soul. And that is, indeed, a very good grade.

The most impressing aspect of Til Death Do Us Apart is the diversity. Degradead have collected the best parts of their demo years and H.O.R.D.E have made sure to keep all the songs within the frames of the album. The rather melancholic melodies of The Fallen, the furious Bay Area-riffing in Resemblance Of The Past, the keyboard-heavy, almost radio-friendly Pass Away and the all-acoustic instrumental that is the title track are just a few of the highlights in this entertaining mix. The two stand-out tracks are however Take Control and Burned - awesome thrash-songs that even justify Jesper Strömblads predictions.

Were just one and a half month into 2008, but I can almost assure you that Til Death Do Us Apart will be THE debut album of the year; something else would come as a great surprise.



Dani, Germany - Homepage
s braut sich ein Sturm zusammen, da oben im Norden, genauer gesagt im schwedischen Stockholm. Und dieser Sturm geht aus von den Melodic Death Metallern Degradead. Du wirst von deren elf Songs ihres Debüts erfasst wie von einem heftigen Sturm – es wird kein Entrinnen geben, denn dieser Sturm wird Besitz von Dir ergreifen und Dich nicht mehr loslassen.
Diese junge Band erweckte mit ihrem Demo „Death Row“ die Aufmerksamkeit von niemand Geringerem als Jesper Strömblad. Ebendieser hat dann im Anschluss auch dieses Debütalbum mit den Jungs in den IF Studios produziert.

Dabei scheinen es die Jungs nahezu perfekt zu verstehen, Altes, bestens Bewährtes zu mixen mit absolut neuen Tönen, was dann im Endeffekt etwas absolut Unverwechselbares das Licht der Welt erblicken lässt. Das Hauptaugenmerk der Stücke liegt bei der Schwedentod-Fraktion, welche dann aber getunt wird durch einerseits moderne Keyboardklänge und andererseits aus dem letzten Jahrzehnt bekannte, Göteborg-typische Gitarrensoli. Hinzu kommt die absolut unverwechselbaren Screams und Growls von Mikael, deren Wiedererkennungswert unbestritten ist. In den Refrains kommt des öfteren Cleangesang hinzu und gibt den Songs ihr Facettenreichtum.

In die Vollen geht es bereits mit dem Opener „Genetic Waste“: Mit einer Breitseite wuchtigen Thrashs und fauchigen Vocals starten hier die Jungs und hinterlassen eine eindrucksvolle erste Duftmarke.
Auch eine gute Portion Thrash mitgekriegt hat das bissige „Take Control“, wo man auch zum ersten Mal diese zukunftsweisenden, jedoch zaghaften Einsätze des Keyboards vernehmen kann.

„Pass Away“ indes fährt mit etwas mehr Keyboardklängen auf (aber Entwarnung: keine Kitschgefahr), erinnert mich persönlich im Riffing ein wenig an Sentenced und ist einer der melodischeren Songs auf dem Album, nicht zuletzt wegen des sehr klassischen und sehr guten Gitarrensolos.
Einer perfekten Symbiose aus Thrash und Melodic Death Metal kann man im folgenden „Burned“ lauschen.
Der heisere Eingangsgrowl ebnet den Weg für „Relations to the Humanity“, welcher trotz wirklich schöner Melodielines nicht ganz mit den anderen starken Stücken des Albums mithalten kann.

„The Bloodchain“ ist ein ungemein bissiges Stück, welches auch einen verdammt geilen Groove besitzt. Ich sag nur: Tschüß, Nacken!
„The Fallen“ erinnert von den Gitarren in den Grundzügen auch wieder an meine erste große Musikliebe Sentenced. Und hier verliebe ich mich neu, in die Gitarrenläufe, in die Screams, ach, einfach in alles, was die Jungs musikalisch hier zuwege bringen. Klasse Song!
Ganz erstklassig haben es die Jungs in „Day Of The Dead“ verstanden, den Songs sehr abwechslungsreich zu gestalten – durch den Einsatz der Screams und Cleanvocals, durch verschiedene Tempi.

Der moderne Aspekt wird in „Resemblance Of The Past“ am meisten deutlich, denn hier treffen moderne Keyboardsounds auf fettes Riffing und Thrash der klassischen Schiene. Sehr interessantes Stück.
„Reborn“ zieht als letztes Stück, bei dem alle Musiker der Band beteiligt sind, nochmal alle Trümpfe aus dem Ärmel – unheimlich flottes Stück, das in allen Belangen zu begeistern weiß.
Und als besondere Überraschung präsentieren uns die Jungs mit ihrem Titelstück“ Til Death Do Us Apart“ einen ganz anderen Song: Nur Akustikgitarren zeigen uns hier die filigrane Seite der Musiker. Ein wunderschöner Ausklang der Scheibe, welche die ganze Bandbreite der Jungs erst so richtig klar macht.

Die Produktion wirkt präsent, alles ist klar herauszuhören und ist der Musik der Jungs bestens angepasst. Nicht klinisch steril, sondern schön organisch. Gute Arbeit wurde hier also geleistet, was einen weiteren Pluspunkt bei mir einfährt.

Fazit: DAS ist zeitgemäßer Metal, welcher den Weg Richtung Zukunft weist. Und diesen Weg sollten wir ohne Degradead nicht mehr gehen!

Bewertung: 9 von 10 Punkten
Dani Zechel-Heise/The-Pit.de






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