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The-Pit.de, Germany - Homepage
Mit „Lifeblood“ liegt uns nun das dritte Album der schwedischen Gothic Rocker unter dem Namen Blackshine vor.
Los geht es direkt voll auf die Zwölf schlagend mit „Cure In The Shape Of Noise“. Straight drauflosrockend mit rauem, ungebändigtem Gesang von Anders Strokirk. Mittendrin immer wieder kurze Verschnaufpausen für den schon kräftig mitbangenden Redakteur. Powervoll geht es auch gleich weiter mit „Born A Denier“.
Wer auf raue Heavygitarren steht, muss hier zugreifen, das wird schon beim zweiten Song sonnenklar. Irgendwie kommen leichte Parallelen zu Meliah Rage hoch. Man ist auch direkt verleitet, den Chorus von „Born A Denier“ in bester nachbarnverachtender Manier mitzugröhlen. Trotz der harten Heavy Rockparts kommen sogar geflüsterte Parts vor.

Dann kommt der Titeltrack „Lifeblood“ und walzt alles nieder, was ihm in den Weg kommt.
Eingängige Refrains gepaart mit harten Songattitüden. Ja, Blackshine machen da weiter, wo sie vor vier Jahren aufgehört haben, nur noch besser. Irgendwie kommt zwar alles aus einem Guss, aber trotzdem hat bisher jeder einzelne Song seinen eigenen Charakter.
„Stonefog“ beginnt ebenso forsch und erzeugt den nötigen Druck. Irgendwie hätte die Band auch so richtig in die 80er gepasst. Aber dann wären sie heute wohl permanent auf irgendwelchen Titelseiten!

„Powerghoul“ glänzt mit seinen genialen Gitarren, welche in perfekter Art von Joakim Stabel und Sänger Anders Strokirk gespielt werden. Die fetten Drums von Stipen, der sie anstelle des etatmäßigen Blackshine-Drummers Chris Barkensjö eingespielt hat, ergeben zusammen mit den Bassläufen von Fredrik Holmberg einen ungemein druckvollen Soundteppich.

Mit „Unbroken“ kommt dann schon der dritte Höhepunkt des Albums. Ein Mitgröhler der obersten Heavy Rock-Klasse! Das groovt auf Teufel-komm-raus und der Gesang von Anders gibt die Richtung vor. „Burn The World“ wirkt etwas melodischer und nutzt gerne die Wirkung der Redundanz. Daumen hoch!

„Face The Bastard God“ wird wieder trotz seines langsamen stampfenden Rhythmus ein Headbanger par excellence. „Dwell in Black“ ist das Intro zu „Second Rate Blasphemer und der hätte wieder original von Meliah Rage sein können. Relativ einfach, aber treibend und einhämmernd inszeniert. Ja, insgesamt kommt hier eine rockige Mischung aus Testament und Meliah Rage hervorgekrochen und setzt sich in meinem Kopf fest wie ein Tattoo auf der Haut.

Leider kommt dann schon der letzte Song des Albums: „Denial Of Pain“. Leise, immer lauter werdend, kriecht er aus den Lautsprecherboxen bis zum Break und schon wird die Nackenmuskulatur wieder angetrieben. Zügig geht es dann weiter bis zum leider etwas zu lang gezogenen leicht melancholischen Ende.

Fazit: Die gothicmäßigen Melancholie-Anteile wurden reduziert. Power und Heavyness wurden dafür erhöht. Hier ist der Spagat zwischen erbarmungsloser Härte und eingängigen Melodien gelungen. Die Nackenmuskulatur und die Stimmbänder werden nie kalt, weil dieses Album zum Mitmachen animiert. Leider ist die Scheibe nur 38:14 Minuten lang, was im Zeitalter der CD eindeutig zu wenig ist. Ich kann nur hoffen, dass Blackshine sich nicht wieder vier Jahre Zeit lassen für das nächste Album. Jeder, der `ne gehörige Power Hard & Heavy vertragen kann, sollte … ach, was schreib ich denn … muss hier reinhören

Bewertung: 9 von 10 Punkten



ZorkNemesis, Germany - Homepage
Fast 4 Jahre hat es gedauert, bis Blackshine nach Soulless & Proud den 3. Longplayer Namens Lifeblood auf den Markt brachten, dieser ist vollgepackt mit 11 Tracks und bringt es auf eine Gesamtspielzeit von ca. 38 Minuten.

4 Schweden, 2 Gitarren, Bass und Drums, das kann ja nur rocken! Allerdings, anders als viele Kollegen aus dem Norden, machen die vier kein depressiv, black oder death metal, sondern waschechtes Heavy-Metal. Harte Gitarrenriffs und typischer Rocksound geben dem Album teilweise US-Metal-Beigeschmack.

Insgesamt ein gelungenes Werk für jeden Metal-Fan geeignet. Die bandeigene Einordnung als Gothn Roll kann ich allerdings nicht nachvollziehen, da es nach meiner Meinung Heavy-Metal vom Feinsten ist!

Anspieltipps: Lifeblood und Face the bastard God



FFM-Rock.de, Germany - Homepage
Seit 1988 gibt es diese Stockholmer Formation nun schon, und daher ist es doch eher verwunderlich, dass „Lifeblood“ erst die dritte Veröffentlichung ist. Aber das wird wohl daran liegen, dass man in den Anfangstagen erst einmal die passende Stilrichtung gesucht hat. Angefangen haben BLACKSHINE als HETSHEADS, und haben als diese recht erfolgreichen Death Metal zelebriert. Jedoch im Laufe der Jahre besann man sich eher auf eine Metalrichtung, welche sich aus einem Mix aus rotzigem Rock`n`Roll, schnellem Thrash Metal und einer gehörigen Portion Melancholie zusammensetzt. Diese Art von Musik hat man bis heute beibehalten und wird auch auf dieser Veröffentlichung zum Besten gegeben.
Gestartet wird die Platte mit „Cure In The Shape Of Noise“, welcher schon von Beginn an ordentlich zur Sache geht. Das heißt, dass man die Thrash Schlagseite dieser vielfältigen Musik erst mal um die Ohren gehauen bekommt. Aber nach knappen anderthalb Minuten gibt es erst mal einen krassen Break und die Musik wird langsam und die Soli beginnen, wobei die Percussions gut zur Geltung kommen. Der nächste Track „Born A Denier“ beginnt zunächst einmal mit knallharten Gitarren, aber nur bis der Gesang, oder besser das Gemurmel, einsetzt. Dieser wird nämlich hauptsächlich vom Bass untermalt. Keine Angst, kurze Zeit darauf explodiert er wieder. Und so wechselt das während des Songs hin und her. Absolutes Highlight des Albums ist allerdings „Powerghoul“, denn er fängt so harmlos mit absolut geilem Riffing an, welcher an NWOBHM Bands erinnert. Dann aber wird auf Paukenschlag der Hebel umgelegt und man wird von einer Hochgeschwindigkeits-Thrashwalze überfahren. Genial. Eine gute Platte, die einem mal wieder ordentlich den Schädel durchpustet.






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